Digital In Arbeit

Die Apps der heimischen Presse

Der deutsche Axel-Springer-Konzern hat mit der App iKiosk einen virtuellen Zeitungskiosk im Angebot, über den die Titel des Verlags (darunter Bild, Welt, Berliner Morgenpost) einen Monat lang gratis am iPad gelesen werden können – danach bittet Springer zur Kasse: Die Welt etwa kostet im 30-Tage-Abo 7,99 Euro, in Kombi mit der Bild 12,99.

Der Spiegel kann auch auf dem iPad im Originallayout gelesen werden. Die App ist zwar gratis, jedoch kostet eine Ausgabe des Magazins 3,99 Euro.

Auch in Österreich gibt es bereits Anwendungen, darunter von derstandard.at, Vorarlberg Online, Vienna Online, Salzburg24.at, Austria.com, Krone.at HD oder des Monatsmagazins Datum. Die meisten dieser Apps sind noch gratis. Das Wirtschaftsblatt hat ebenfalls eine App im Angebot, die die vollständige Printausgabe als PDF-Datei auf das iPad bringt und künftig auch eine Archivfunktion bieten soll. Der Verlag verlangt für ein digitales Abo 19,80 Euro, Premium-Abonnenten der Tageszeitung erhalten das Service zusätzlich kostenlos. Die Presse und die Kleine Zeitung arbeiten bereits an der Umsetzung einer jeweils eigenen App für das iPad.

Im August will der Kurier mit seiner iPad-App starten. Das Zeitungslayout soll übernommen, aber um multimediale Elemente ergänzt werden. Die Anzeigen aus der Printausgabe werden ebenfalls übernommen, sind dort aber anklickbar und können zu weiterer Information verlinkt werden.

Bis Jahresende will der Vorarlberger Verleger Eugen Russ zusätzlich zur Gratis-App vol.at auch eine kostenpflichtige Digital-Version seiner Vorarlberger Nachrichten anbieten. Diese wird kaum günstiger sein als die gedruckte Version. Russ: „Wenn etwas gleichwertig ist, warum soll es billiger sein?“

Nur der ORF zögert noch, was vor allem rechtliche Gründe hat. Gerne würde man die Online-Videothek tvthek.orf.at aufs iPad bringen, jedoch muss zuerst geprüft werden, wie die Verwertungs- und Urheberrechte von ORF-Inhalten für mobile Endgeräte aussehen. (MG)

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