Eine spirituelle Reise

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Die Höhepunkte des Musikfestivals Osterklang Wien.

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Die Höhepunkte des Musikfestivals Osterklang Wien.

Die besondere, stark von Glauben und Mystizismus geprägte Stimmung der Osterzeit spiegelt sich auch alljährlich beim Wiener Musikfestival Osterklang, das heuer zum fünften Mal stattfindet. Auf einer spirituellen Reise vom barocken Oratorium bis zur kreolischen Messe wird das Spannungsfeld zwischen Religiosität und heidnischem Brauchtum ausgelotet. Dabei nehmen zu Beginn des dritten Jahrtausends die Themen Tod und Auferstehung einen zentralen Platz ein.

Seit der Gründung des Festivals bestreiten die Wiener Philharmoniker die Eröffnungskonzerte. Heuer dirigiert Trevor Pinnock im Großen Saal des Musikvereins Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion, zu den Solisten gehört die herausragende Sopranistin Barbara Bonney (7. und 8. April). Zu Gast ist in diesem Jahr das Mariinsky Theater St. Petersburg, das unter dem Titel "Le sacre du printemps" Werke von Sergeij Rachmaninov, Igor Strawinsky und Anatolij Ljadov sowie Gustav Mahlers zweite Symphonie im Konzerthaus zum Besten gibt (9. und 10. April).

Ein weiterer Höhepunkt ist sicherlich Ludwig van Beethovens einziges Oratorium "Christus am Ölberge" unter Nikolaus Harnoncourt im Theater an der Wien, dem Ort seiner Uraufführung (13. April). Bevor der Osterklang mit "Misa Criolla & Grand Tango" im Ronacher ausklingt (16. April), steht am 15. April noch ein Nachtkonzert im Stephansdom am Programm. Bo Skovhus (Bariton) und Stefan Vladar (Klavier) interpretieren unter anderem Gustav Mahlers "Abschied" aus "Das Lied von der Erde", des Komponisten wohl persönlichstem Werk, wie er selbst meinte. MK Karten und Informationen: (01) 427 17 www.klangbogen.at

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