May December

„May December“: Sein und Schein

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Todd Haynes bietet im Psychodrama „May December“ Natalie Portman und Julianne Moore eine große Bühne, um alle Register ihres schauspielerischen Könnens zu ziehen.

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Todd Haynes bietet im Psychodrama „May December“ Natalie Portman und Julianne Moore eine große Bühne, um alle Register ihres schauspielerischen Könnens zu ziehen.

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Mit „May December“ werden im Englischen umgangssprachlich Partnerschaften mit großem Altersunterschied bezeichnet. Mai steht dabei für den Menschen im Frühling seines Lebens, Dezember für den Partner im fortgeschrittenen Alter. Der gleichnamige Film dreht sich um die (fiktive) Beziehung zwischen der verheirateten 36-jährigen Gracie und dem 13-jährigen Joe – angelehnt an den realen Fall der Lehrerin Mary Kay LeTourneau.

Es ist in den 1990er-Jahren, als die Mesalliance von Gracie und Joe nicht nur für einen Skandal sorgt, sondern die Frau auch vorübergehend ins Gefängnis bringt. 20 Jahre später besucht die Schauspielerin Elizabeth (Natalie Portman), die in einem Independent-Film Gracie spielen soll, die inzwischen etwa 55-Jährige (dargestellt von Julianne Moore) in ihrer Villa in Savannah, Georgia. Dort lebt sie immer noch mit Joe (Charles Melton), mit dem sie auch drei inzwischen fast erwachsene Kinder hat.

Scheint Gracies Welt bei der ersten Begegnung heil, so werden im Laufe der wenigen Tage, über die sich die Handlung erstreckt, zunehmend Risse sichtbar. Leichthändig knüpft Regisseur Todd Haynes dabei ein feinmaschiges Netz, wenn er Elizabeth nicht nur Gracie und Joe, sondern auch deren Ex-Mann und ihren Sohn aus dieser Ehe sowie ihren damaligen Anwalt befragen lässt.

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