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Gewalt gegen Kopten in Ägypten.

Trauernde Koptin, Sarg in der Kathedrale von Kairo (l.): Kopten-Papst Schenuda III. hat für die schweren Ausschreitungen mit 26 Toten und rund 300 Verletzten in Kairo "Unbekannte“ verantwortlich gemacht, die in die friedliche Demonstration am 10. Oktober "eingeschleust“ worden seien. Die ägyptische Polizei gibt an, dass die Demonstranten mit der Gewalt begonnen hätten, indem sie Steine auf Polizisten und Soldaten warfen, die das TV-Gebäude bewachten. Im Internet kursieren dagegen Videos, auf denen zu sehen ist, wie Panzer der Armee in die Demonstranten rasten. Die Kopten, so Schenuda, seien "bei zahlreichen Gelegenheiten“ selbst Opfer von Gewalt geworden, ohne dass die Verantwortlichen verfolgt worden wären. Die ägyptischen Behörden müssten sich um "die Wurzeln dieser Probleme“ kümmern. Die Gewalttaten ereigneten sich am Rand eines Protestzuges von Tausenden Kopten gegen einen Kirchenbrand in Oberägypten. (APA)

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