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HIV und Aids

HIV (Human Immunodeficiency Virus) ist ein Virus der Aids (Aquired Immune Deficiency Syndrome) verursacht und das Immunsystem schwächt. Von Aids spricht man, wenn der Körper so wenig widerstandsfähig geworden ist, dass lebensbedrohliche andere Infektionen auftreten. Mit so genannten antiretroviralen Medikamenten lässt sich dies heute meist verhindern. Manche Patienten entwickeln jedoch Resistenzen gegenüber einen Wirkstoff und gelten als austherapiert. Die Anzahl der Aids-Toten ging in Österreich von 175 im Jahr 1993 auf zwei im vergangenen Jahr zurück. Dennoch ist HIV nicht heilbar. Ein Impfstoff bleibt ein schöner Traum.

Nach dem jüngsten Aids-Bericht der Weltgesundheitsorganisation leben heute weltweit 39,5 Millionen Menschen mit HIV. Allein in diesem Jahr sind 4,3 Millionen Neu-Infizierte dazugekommen. Am schlimmsten betroffen ist Subsahara-Afrika. Dort leben zwei Drittel aller HIV-Infizierten. Drei von vier Aids-Toten stammen von dort. Das sind anders ausgedrückt: 2,1 Millionen tote Menschen allein in diesem Jahr. Und obwohl heute in Subsahara-Afrika zehnmal mehr Menschen eine antiretrovirale Therapie erhalten als noch vor drei Jahren, würden doch rund viermal mehr Medikamente benötigt, um wirklich alle Betroffenen zu versorgen.

In Österreich stecken sich täglich ein bis zwei Personen mit dem HI-Virus an. Die höchste Zahl an Neuinfektionen wurde 1993 mit 561 Fällen registriert. Das Jahr mit den wenigsten Infektionen war 1997 mit 297 gemeldeten Neuinfektionen. Die Dunkelziffer ist weitaus größer. Allein in Österreich geht man von rund 12.000 bis 15.000 HIV-Positiven aus. Es wird vermutet, dass die Hälfte der Betroffenen von ihrer Krankheit auch wissen.

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