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Kardinal Naguib zur Kopten-Lage

Das Sicherheitsvakuum in Ägypten ist für den koptisch-unierten Patriarchen von Alexandria, Kardinal Antonios Naguib, Anlass zur Sorge. In den vergangenen Monaten seien vermehrt Christen Opfer gewaltsamer Übergriffe geworden, erklärte das Oberhaupt der koptisch-katholischen Kirche bei einer Zusammenkunft mit Außen-Staatssekretär Wolfgang Waldner in Wien. Natürlich machen wir uns Sorgen, aber wir haben Hoffnung“, setzte Naguib fort. Bei einer Pressekonferenz hatte der Kardinal erklärt, die Situation für Kopten habe sich seit dem Beginn der Revolution verschlechtert: "Mit Revolutionsbeginn waren die Christen glücklich“, so Naguib. "Muslime und Christen kämpften gemeinsam am Tahrir-Platz“ für einen Sturz von Präsident Hosni Mubarak, sie seien durch das gemeinsame Anliegen verbunden gewesen. "Wir hatten die Hoffnung, dass dies auch so bleiben würde.“ Den aktuellen Entwicklungen zum Trotz, setzten die Kopten weiterhin auf "Dialog und Kooperation“, sowie "Freundschaft“ zwischen Christen und Muslimen. (APA)

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