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Konzeptlos aneinandergereiht

Der Satz "Humor ist, wenn man trotzdem lacht", meint, dass auch schmerzvollen Erfahrungen ein Amüsement-Potenzial innewohnen kann - die Lachneigung des Erfahrenden vorausgesetzt. Für Michael Bully Herbigs neuen Film "Die Bullyparade" kann nicht einmal dieses Prinzip gelten. Zum 20-jährigen Jubiläum der gleichnamigen TV-Serie, die von 1997 bis 2002 ausgestrahlt wurde, hat Herbig einen "Episodenfilm" gemacht, in dem er Sketche aus den erfolgreichsten seiner Komödiengeschichten konzeptlos aneinanderreiht. Diese Gag-Einheiten tragen Titel wie "Planet der Frauen","Wechseljahre einer Kaiserin" oder "Lutz of Wall Street" und versammeln Herbigs langjährige Kollaborateure wie Christian Tramitz und Rick Kavanian als Captain Kork und Schrotty. Angeblich soll dieser Film das endgültige Ende von Herbigs aktiver Comedy-Zeit markieren, gab er selbst im Vorfeld seine Ruhestandspläne bekannt. Das wäre tatsächlich eine gute -und gar nicht schmerzvolle -Nachricht.

Die Bullyparade D 2017. Regie: Michael Herbig. Mit Michael Bully Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz. Warner. 100 Min.

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