Digital In Arbeit
Feuilleton

Priester der Vergangeheit

1945 1960 1980 2000 2020
1945 1960 1980 2000 2020

Wie der Historiker in die Welt kam und wieder verschwindet.

Wir schreiben das Jahr 2368. Das Raumschiff Enterprise unter dem Kommando von Jean-Luc Picard ist unterwegs zum Planeten Penthara IV, als es in einer Zeitkrümmung auf eine kleine Raumkapsel stößt. Die Kapsel ist eine Zeitmaschine und ihr einziger Insasse stellt sich als Professor Berlingoff Rasmussen vor, seines Zeichens Historiker aus dem 26. Jahrhundert, der gekommen ist, um die Geschichte zu erforschen.

Der Historiker in der Zeitmaschine gehört zum Standardpersonal des modernen Mythos. Bestseller-Autoren wie Michael Crichton in seinem Roman Timeline (1999) und Stephen Fry in Making History (1996) haben sich dieser Figur bedient. In Timeline wird ein Professor bei einer Ausgrabung ins Frankreich des 14. Jahrhunderts entrückt; seine Studenten reisen hinterher, um ihren Prof aus dem Hundertjährigen Krieg zurückzuholen. Und in Making History verhindert ein junger Doktorand der Geschichte mittels einer Zeitmaschine Hitlers Geburt, nur um festzustellen, dass er damit einem noch schlimmeren, weil am Ende erfolgreichen "Führer" den Weg geebnet hat.

Solche Geschichten sind Gleichnisse auf die paradoxe Macht, die wir modernen Menschen dem Amt des Historikers zuschreiben. Zwar kann dieser die Geschichte nicht ändern, aber er kann uns in die Vergangenheit versetzen oder, andersherum formuliert, das Vergangene gegenwärtig machen.

Weil ein Historiker Macht über unser Bild von der Vergangenheit hat, haftet ihm etwas von einem Zauberer an, von einem "Priester der Klio", der die Schrecken der Vergangenheit bannt. Wenn schon nicht mit Zauberapparaten wie einer Zeitmaschine, so hantiert er doch mit alten Büchern, hieratischen Objekten, die dunkle Geheimnisse bergen, und er muss mit Mächten der Vergangenheit ringen, die die Gegenwart bedrohen.

Die Vergangenheit bannen

Etwa Der Historiker in Elizabeth Kostovas gleichnamigem Buch (2005), das eine ganze Dynastie von Vertretern dieses Fachs beschreibt, Großvater, Sohn und Enkelin, die sich seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem untoten Vlad Tepes alias Dracula herumschlagen, wobei rätselhafte Pergamentcodices eine zentrale Rolle spielen.

Seinem zaubererhaften Nimbus zum Trotz ist der Historiker eine genuine Figur der Moderne. Erst um 1800 entstand ja das, was er erforscht: die Geschichte. Bis dahin gab es Geschichten, Historien oder "res gestae", Tatenberichte, aber nicht die Geschichte als universalen Handlungs-und Erfahrungsraum, als "Kollektivsingular", wie das der große Historiker Reinhart Koselleck genannt hat.

Erst die Vereinheitlichung des historischen Raumes - der unzähligen Geschichten zu der Geschichte - schuf die Voraussetzung für Zeitreisen, wie sie Historiker seither unternehmen. War die Geschichtsschreibung zuvor ein Zeitvertreib müßiggehender Mönche, Adliger und Landpfarrer gewesen, so stürmte nun ein Heer professioneller Wissenschaftler die Archive, um zu zeigen, "wie es eigentlich gewesen". Mit diesem viel zitierten Wort Leopold von Rankes ist nicht weniger umrissen als das ehrgeizige Projekt der totalen Vergegenwärtigung der Vergangenheit.

Die Historie, die sich in den Dienst des Nationalstaats stellte, wurde zur dominierenden geisteswissenschaftlichen Disziplin, und der Geschichtsprofessor etablierte sich als eine jener typischen Figuren, die die moderne Berufswelt bevölkern, vergleichbar dem Journalisten, dem Ingenieur oder dem Sportler.

Geschichte und Staat

Die innere Geschlossenheit des Typus beruhte auf seiner zünftigen Ausbildung. Historiker lernten ihr Handwerk in historischen Seminaren oder, wenn sie ehrgeiziger waren, in elitären Einrichtungen wie dem 1854 gegründeten "Institut für Österreichische Geschichtsforschung". Die strenge, hierarchische, auf persönlicher Gefolgschaft beruhende Ausbildung trug wiederum mit dazu bei, dem Historiker jene Aura des biederen Magiers zu verleihen, aus der er bis heute seine Autorität zieht.

Der hermetische Raum der historischen "Zunft" ist für die Literatur verschlossen geblieben. Damit ist nicht gesagt, dass Historiker per se nicht schreiben können. Immerhin bekam Theodor Mommsen für seine Römische Geschichte 1902 den Nobelpreis für Literatur. Aber zur literarischen Figur - jenseits trivialer Mythen nach Art der Zeitmaschine - haben es Historiker nur selten gebracht. Wenn, dann waren es Außenseiter: Heimito von Doderers alter Ego in Die Dämonen (1956), René Stangeler, ist zwar wie sein Autor Absolvent des "Instituts"; aber zu einem bürgerlichen Posten kommt er erst, als ein sadistischer Geschäftsmann und Burgerbe ihn als Privatbibliothekar anstellt. Der Historiker Roquentin in Sartres La nausée (1938) hadert das ganze Buch über mit seiner Existenz und gibt seinen Beruf am Ende auf, um Romanschriftsteller zu werden. Und Gerald Middleton, emeritierter Geschichtsprofessor und Hauptfigur in Angus Wilsons Anglo-Saxon Attitudes (1956), ist depressiv und ein menschlicher Versager.

Die Literatur hat die innere Schwäche dieses Typus' offenbar vorausgeahnt. Der Historiker, der so bodenständig und wirkungsmächtig im Kultur-und Geistesleben seinen Mann gestanden hat, ist im Begriff, abzutreten oder vielmehr sich selbst zu dekonstruieren.

Der Historiker tritt ab

In den vergangenen fünfzig Jahren hat sich die einst monolithische Historie in ein Gewusel von konkurrierenden Methoden und Schulen aufgesplittert. Alltagsgeschichte und Historische Anthropologie, Kulturgeschichte und Historische Bildwissenschaft, Postcolonial Studies, Umwelt-und Geschlechtergeschichte - kein akademisches Jahr vergeht, ohne dass eine neue, alles revolutionierende Lehre verkündet wird. Und im Proseminar liest man nur noch selten Ranke, dafür immer öfter den Philosophen Michel Foucault.

Inzwischen sind die einst so selbstgewissen "Priester der Klio" derart verunsichert, dass viele von ihnen zweifeln, ob sie überhaupt Wahres über die Vergangenheit aussagen können. Ob nicht vielmehr alles, was sie wissen, nur "Konstruktion" sei. Solche Historiker sind mächtig wie Zauberer, die dem Publikum ihre Tricks verraten. Wie Geisterbeschwörer, die öffentlich zugeben, dass sie nicht an Geister glauben.

Indessen ist auch das Geschlecht des Historikers ambivalent geworden. Früher war er selbstredend männlich. Von Emil Ottenthal etwa, der von 1903 bis 1926 dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung vorstand, ist die Aussage überliefert, Soldaten, Juden und Frauen hätten im Institut nichts verloren. In den vergangenen Jahrzehnten ist es gottlob normal geworden, dass Frauen historische Lehrstühle bekleiden - und nicht nur als Gattinnen und Hilfskräfte wohlgelitten sind.

Zu guter Letzt wandelt sich das Milieu, in dem der Historiker als Idealtypus gedeihen konnte. Die Universitäten müssen mit immer weniger Geld immer mehr Studierende für eine immer ungewissere berufliche Zukunft ausbilden. Unter dem Diktat des Bologna-Prozesses, der einen europäischen Hochschulraum schaffen soll, werden die ehernen Curricula der historischen Seminare in interdiszplinäre Studiengänge umgeschmolzen. Sogar der legendäre "Kurs" des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, den Generationen von Historikern absolviert haben, musste einem Masterstudium weichen.

Geschichte vor Auflösung?

Vielen mag es einerlei sein, ob der Typus der Historikers die Zeiten überlebt oder ob er im großen Karneval der Kulturwissenschaften untergeht. Spannend aber wird sein, ob mit dieser typischen Figur der Moderne sich auch ihr Betätigungsfeld, die Geschichte, wandeln wird: Ob sich mit der Figur des geschichtsmächtigen Zauberers die Idee der einen, universalen Geschichte auflösen und an ihre Stelle eine Pluralisierung, Aufsplitterung des historischen Raumes treten wird, wie sie sich in der Geschichtswissenschaft gegenwärtig abzeichnet? Wer wird in Zukunft die Zeitmaschinen bedienen? Und wohin werden sie uns führen?

Wir schreiben das Jahr 2368. Vertraut man der Imagination der Raumschiff Enterprise-Autoren, so wird der Historiker weiterleben. Aber das Bild, das sie von ihm entwerfen, ist wenig schmeichelhaft. Denn Professor Rasmussen ist ein Betrüger. Er kommt aus dem 22. Jahrhundert, vom Zeitpunkt der Enterprise-Mission aus gesehen also nicht aus der Zukunft, sondern der Vergangenheit. Er will der Zukunft ihre Errungenschaften rauben und sich an ihnen bereichern. Als Captain Picard die unlauteren Absichten des Historikers erkennt, lässt er ihn festnehmen. Und die leere Zeitmaschine fliegt dahin zurück, woher sie gekommen ist.

Christian Jostmann ist promovierter Historiker und freier Autor.

Wie der Historiker in die Welt kam und wieder verschwindet.

Wir schreiben das Jahr 2368. Das Raumschiff Enterprise unter dem Kommando von Jean-Luc Picard ist unterwegs zum Planeten Penthara IV, als es in einer Zeitkrümmung auf eine kleine Raumkapsel stößt. Die Kapsel ist eine Zeitmaschine und ihr einziger Insasse stellt sich als Professor Berlingoff Rasmussen vor, seines Zeichens Historiker aus dem 26. Jahrhundert, der gekommen ist, um die Geschichte zu erforschen.

Der Historiker in der Zeitmaschine gehört zum Standardpersonal des modernen Mythos. Bestseller-Autoren wie Michael Crichton in seinem Roman Timeline (1999) und Stephen Fry in Making History (1996) haben sich dieser Figur bedient. In Timeline wird ein Professor bei einer Ausgrabung ins Frankreich des 14. Jahrhunderts entrückt; seine Studenten reisen hinterher, um ihren Prof aus dem Hundertjährigen Krieg zurückzuholen. Und in Making History verhindert ein junger Doktorand der Geschichte mittels einer Zeitmaschine Hitlers Geburt, nur um festzustellen, dass er damit einem noch schlimmeren, weil am Ende erfolgreichen "Führer" den Weg geebnet hat.

Solche Geschichten sind Gleichnisse auf die paradoxe Macht, die wir modernen Menschen dem Amt des Historikers zuschreiben. Zwar kann dieser die Geschichte nicht ändern, aber er kann uns in die Vergangenheit versetzen oder, andersherum formuliert, das Vergangene gegenwärtig machen.

Weil ein Historiker Macht über unser Bild von der Vergangenheit hat, haftet ihm etwas von einem Zauberer an, von einem "Priester der Klio", der die Schrecken der Vergangenheit bannt. Wenn schon nicht mit Zauberapparaten wie einer Zeitmaschine, so hantiert er doch mit alten Büchern, hieratischen Objekten, die dunkle Geheimnisse bergen, und er muss mit Mächten der Vergangenheit ringen, die die Gegenwart bedrohen.

Die Vergangenheit bannen

Etwa Der Historiker in Elizabeth Kostovas gleichnamigem Buch (2005), das eine ganze Dynastie von Vertretern dieses Fachs beschreibt, Großvater, Sohn und Enkelin, die sich seit den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem untoten Vlad Tepes alias Dracula herumschlagen, wobei rätselhafte Pergamentcodices eine zentrale Rolle spielen.

Seinem zaubererhaften Nimbus zum Trotz ist der Historiker eine genuine Figur der Moderne. Erst um 1800 entstand ja das, was er erforscht: die Geschichte. Bis dahin gab es Geschichten, Historien oder "res gestae", Tatenberichte, aber nicht die Geschichte als universalen Handlungs-und Erfahrungsraum, als "Kollektivsingular", wie das der große Historiker Reinhart Koselleck genannt hat.

Erst die Vereinheitlichung des historischen Raumes - der unzähligen Geschichten zu der Geschichte - schuf die Voraussetzung für Zeitreisen, wie sie Historiker seither unternehmen. War die Geschichtsschreibung zuvor ein Zeitvertreib müßiggehender Mönche, Adliger und Landpfarrer gewesen, so stürmte nun ein Heer professioneller Wissenschaftler die Archive, um zu zeigen, "wie es eigentlich gewesen". Mit diesem viel zitierten Wort Leopold von Rankes ist nicht weniger umrissen als das ehrgeizige Projekt der totalen Vergegenwärtigung der Vergangenheit.

Die Historie, die sich in den Dienst des Nationalstaats stellte, wurde zur dominierenden geisteswissenschaftlichen Disziplin, und der Geschichtsprofessor etablierte sich als eine jener typischen Figuren, die die moderne Berufswelt bevölkern, vergleichbar dem Journalisten, dem Ingenieur oder dem Sportler.

Geschichte und Staat

Die innere Geschlossenheit des Typus beruhte auf seiner zünftigen Ausbildung. Historiker lernten ihr Handwerk in historischen Seminaren oder, wenn sie ehrgeiziger waren, in elitären Einrichtungen wie dem 1854 gegründeten "Institut für Österreichische Geschichtsforschung". Die strenge, hierarchische, auf persönlicher Gefolgschaft beruhende Ausbildung trug wiederum mit dazu bei, dem Historiker jene Aura des biederen Magiers zu verleihen, aus der er bis heute seine Autorität zieht.

Der hermetische Raum der historischen "Zunft" ist für die Literatur verschlossen geblieben. Damit ist nicht gesagt, dass Historiker per se nicht schreiben können. Immerhin bekam Theodor Mommsen für seine Römische Geschichte 1902 den Nobelpreis für Literatur. Aber zur literarischen Figur - jenseits trivialer Mythen nach Art der Zeitmaschine - haben es Historiker nur selten gebracht. Wenn, dann waren es Außenseiter: Heimito von Doderers alter Ego in Die Dämonen (1956), René Stangeler, ist zwar wie sein Autor Absolvent des "Instituts"; aber zu einem bürgerlichen Posten kommt er erst, als ein sadistischer Geschäftsmann und Burgerbe ihn als Privatbibliothekar anstellt. Der Historiker Roquentin in Sartres La nausée (1938) hadert das ganze Buch über mit seiner Existenz und gibt seinen Beruf am Ende auf, um Romanschriftsteller zu werden. Und Gerald Middleton, emeritierter Geschichtsprofessor und Hauptfigur in Angus Wilsons Anglo-Saxon Attitudes (1956), ist depressiv und ein menschlicher Versager.

Die Literatur hat die innere Schwäche dieses Typus' offenbar vorausgeahnt. Der Historiker, der so bodenständig und wirkungsmächtig im Kultur-und Geistesleben seinen Mann gestanden hat, ist im Begriff, abzutreten oder vielmehr sich selbst zu dekonstruieren.

Der Historiker tritt ab

In den vergangenen fünfzig Jahren hat sich die einst monolithische Historie in ein Gewusel von konkurrierenden Methoden und Schulen aufgesplittert. Alltagsgeschichte und Historische Anthropologie, Kulturgeschichte und Historische Bildwissenschaft, Postcolonial Studies, Umwelt-und Geschlechtergeschichte - kein akademisches Jahr vergeht, ohne dass eine neue, alles revolutionierende Lehre verkündet wird. Und im Proseminar liest man nur noch selten Ranke, dafür immer öfter den Philosophen Michel Foucault.

Inzwischen sind die einst so selbstgewissen "Priester der Klio" derart verunsichert, dass viele von ihnen zweifeln, ob sie überhaupt Wahres über die Vergangenheit aussagen können. Ob nicht vielmehr alles, was sie wissen, nur "Konstruktion" sei. Solche Historiker sind mächtig wie Zauberer, die dem Publikum ihre Tricks verraten. Wie Geisterbeschwörer, die öffentlich zugeben, dass sie nicht an Geister glauben.

Indessen ist auch das Geschlecht des Historikers ambivalent geworden. Früher war er selbstredend männlich. Von Emil Ottenthal etwa, der von 1903 bis 1926 dem Institut für Österreichische Geschichtsforschung vorstand, ist die Aussage überliefert, Soldaten, Juden und Frauen hätten im Institut nichts verloren. In den vergangenen Jahrzehnten ist es gottlob normal geworden, dass Frauen historische Lehrstühle bekleiden - und nicht nur als Gattinnen und Hilfskräfte wohlgelitten sind.

Zu guter Letzt wandelt sich das Milieu, in dem der Historiker als Idealtypus gedeihen konnte. Die Universitäten müssen mit immer weniger Geld immer mehr Studierende für eine immer ungewissere berufliche Zukunft ausbilden. Unter dem Diktat des Bologna-Prozesses, der einen europäischen Hochschulraum schaffen soll, werden die ehernen Curricula der historischen Seminare in interdiszplinäre Studiengänge umgeschmolzen. Sogar der legendäre "Kurs" des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, den Generationen von Historikern absolviert haben, musste einem Masterstudium weichen.

Geschichte vor Auflösung?

Vielen mag es einerlei sein, ob der Typus der Historikers die Zeiten überlebt oder ob er im großen Karneval der Kulturwissenschaften untergeht. Spannend aber wird sein, ob mit dieser typischen Figur der Moderne sich auch ihr Betätigungsfeld, die Geschichte, wandeln wird: Ob sich mit der Figur des geschichtsmächtigen Zauberers die Idee der einen, universalen Geschichte auflösen und an ihre Stelle eine Pluralisierung, Aufsplitterung des historischen Raumes treten wird, wie sie sich in der Geschichtswissenschaft gegenwärtig abzeichnet? Wer wird in Zukunft die Zeitmaschinen bedienen? Und wohin werden sie uns führen?

Wir schreiben das Jahr 2368. Vertraut man der Imagination der Raumschiff Enterprise-Autoren, so wird der Historiker weiterleben. Aber das Bild, das sie von ihm entwerfen, ist wenig schmeichelhaft. Denn Professor Rasmussen ist ein Betrüger. Er kommt aus dem 22. Jahrhundert, vom Zeitpunkt der Enterprise-Mission aus gesehen also nicht aus der Zukunft, sondern der Vergangenheit. Er will der Zukunft ihre Errungenschaften rauben und sich an ihnen bereichern. Als Captain Picard die unlauteren Absichten des Historikers erkennt, lässt er ihn festnehmen. Und die leere Zeitmaschine fliegt dahin zurück, woher sie gekommen ist.

Christian Jostmann ist promovierter Historiker und freier Autor.