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Soziale Akzeptanz für Luxus in Bewegung

Der Mercedes F015 "Luxury in Motion" ist am Dienstag in der Linzer Innenstadt unterwegs gewesen. Das Auto wäre zwar selbstfahrend, mangels Genehmigung musste es bei seinem Auftritt in Oberösterreich aber noch von einem Menschen gelenkt werden. Nach ersten Auftritten in Las Vegas, San Francisco und Schanghai feierte der futuristische Mercedes damit im Rahmen des Ars Electronica Festivals unter dem Motto "Post City - Lebensräume des 21. Jahrhunderts" seine Premiere in Europa. Im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses sei der Gedanke gestanden, die Reisezeit als privaten Raum nützen zu können, sagte Jürgen Weissinger, Leiter Fahrzeugkonzepte und Zukunftstrends der Daimler AG, bei der Pressevorstellung des Autos. Um das Innere des Autos bestmöglich nutzen zu können, müsse das autonome Fahren funktionieren, betonte Weissinger. Ein zentraler Aspekt sei es auch, "soziale Akzeptanz zu schaffen". Dafür kommuniziert das Auto mit seiner Außenwelt und projiziert z. B. mittels Laser Zebrastreifen auf die Fahrbahn, um Fußgängern zu signalisieren, dass sie erkannt wurden und gefahrlos die Straße überqueren können. Laut Weissinger bietet der Mercedes F015 einen "realistischen Blick darauf, wie Fahren in zehn bis 20 Jahren sein wird". Allerdings müsse die verwendete Technik noch stark weiterentwickelt, kleiner und günstiger gestaltet werden. In Österreich könnten selbstfahrende Autos ab 2016 unterwegs sein, Infrastrukturminister Stöger (SPÖ) hatte die Genehmigung erster Teststrecken kürzlich in Alpbach angekündigt.

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