Straßburg Strasbourg Münster - © Foto: Pixabay

Straßburg: Hochburg des Buches

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Jedes Jahr kürt die UNESCO eine „Welthauptstadt des Buches“. Bis April 2025 darf Straßburg diesen Titel tragen, ein geschichts- und kulturträchtiger Ort.

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Jedes Jahr kürt die UNESCO eine „Welthauptstadt des Buches“. Bis April 2025 darf Straßburg diesen Titel tragen, ein geschichts- und kulturträchtiger Ort.

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Grenzstädte sind ein Brennspiegel der Geschichte. Sie spielen eine paradoxe Doppelrolle, fungieren als Bastion und Passage. Hier kreuzen sich Kulturen und Handelsströme, hier wird Nationalität zum ambivalenten Faktor. Straßburg ist ein solcher Platz. Lange Zeit Spielball des deutsch-französischen Kräftemessens, wurde die Stadt letztendlich zum Symbol transnationaler Aussöhnung, zur Hauptstadt Europas. Zu ihrer politischen Relevanz kommt ihre Bedeutung als geistig-kulturelles Zentrum.

Straßburgs Wurzeln sind keltischer Natur. Dann kamen die Römer mit ihrem Latein, und nach ihnen die Germanen. 842 legten die Kaisersöhne Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle ihre „Straßburger Eide“ ab und leiteten damit die Teilung des Frankenreichs ein. Aus dem Ostteil wurde später das Heilige Römische Reich deutscher Nation, aus dem Westteil Frankreich. Ab dem frühen Mittelalter war Straßburg eine Bischofsstadt, ab 1262 eine Freie Reichsstadt. Ihre Geschicke lenkten nun mächtige Patrizierdynastien, an deren Sesseln die Zünfte kräftig sägten.

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