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Feuilleton

Vor dem großen Schlachten

1945 1960 1980 2000 2020
1945 1960 1980 2000 2020

Die Welt, wie wir sie kennen, entstand in den Jahren 1910 bis 1914. Das ist die Kernbotschaft der zweiteiligen ORF-Dokumentation "Der taumelnde Kontinent“, dem ersten Beitrag des ORF zum frühzeitig einsetzenden Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Darin entwirft der Autor, Historiker und Ö1-Moderator Philipp Blom ein umfassendes Panorama jener 15 Jahre, die dem großen Schlachten vorangingen, von dem sich die Welt letztlich erst Jahrzehnte später erholen sollte.

Es war eine Zeit der Globalisierung sowie gesellschaftlicher, technischer und wissenschaftlicher Umwälzungen. In jener Epoche entstanden industrielle Produktionsweise, Massenmedien und Konsumgesellschaft, Werbung war im Straßenbild allgegenwärtig. Frauen begannen in alle Lebensbereiche vorzudringen, als Arbeiterinnen wie als Wissenschaftlerinnen, gleichwohl ihnen noch Grundrechte wie das Wahlrecht verwehrt blieben. Der Sport, sowohl in Gestalt des Freizeitvergnügens als auch in Form von Ersatzreligion, wurde geboren, auch entstanden erstmals eigene Jugendkulturen. Es war eine Zeit des Geschwindigkeitsrausches, in der die Motoren von Autos und Flugzeugen den Takt angaben. Wissenschaftliche Entdeckungen wie die Relativitätstheorie oder die Quantentheorie erschütterten das Bild der physikalischen Welt in ihren Grundfesten, Sigmund Freud wiederum brachte die verborgenen Mechanismen der menschlichen Psyche an den Tag. An den Herrschern freilich, die Europa schließlich in den Krieg trieben, gingen all diese Entwicklungen spurlos vorbei.

Um die Parallelen zum Heute zu verdeutlichen, wird all das anhand von Archivmaterial und aktuellen Bildern erzählt. Ob man dazu wirklich auch Ausschnitte aus dem Musical "Elisabeth“ verwenden muss, ist allerdings fraglich. Übrigens: Wer die Dokumentation verpasst hat, hat ab 18. Jänner die Möglichkeit, dies auf 3sat nachzuholen.

Die Welt, wie wir sie kennen, entstand in den Jahren 1910 bis 1914. Das ist die Kernbotschaft der zweiteiligen ORF-Dokumentation "Der taumelnde Kontinent“, dem ersten Beitrag des ORF zum frühzeitig einsetzenden Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Darin entwirft der Autor, Historiker und Ö1-Moderator Philipp Blom ein umfassendes Panorama jener 15 Jahre, die dem großen Schlachten vorangingen, von dem sich die Welt letztlich erst Jahrzehnte später erholen sollte.

Es war eine Zeit der Globalisierung sowie gesellschaftlicher, technischer und wissenschaftlicher Umwälzungen. In jener Epoche entstanden industrielle Produktionsweise, Massenmedien und Konsumgesellschaft, Werbung war im Straßenbild allgegenwärtig. Frauen begannen in alle Lebensbereiche vorzudringen, als Arbeiterinnen wie als Wissenschaftlerinnen, gleichwohl ihnen noch Grundrechte wie das Wahlrecht verwehrt blieben. Der Sport, sowohl in Gestalt des Freizeitvergnügens als auch in Form von Ersatzreligion, wurde geboren, auch entstanden erstmals eigene Jugendkulturen. Es war eine Zeit des Geschwindigkeitsrausches, in der die Motoren von Autos und Flugzeugen den Takt angaben. Wissenschaftliche Entdeckungen wie die Relativitätstheorie oder die Quantentheorie erschütterten das Bild der physikalischen Welt in ihren Grundfesten, Sigmund Freud wiederum brachte die verborgenen Mechanismen der menschlichen Psyche an den Tag. An den Herrschern freilich, die Europa schließlich in den Krieg trieben, gingen all diese Entwicklungen spurlos vorbei.

Um die Parallelen zum Heute zu verdeutlichen, wird all das anhand von Archivmaterial und aktuellen Bildern erzählt. Ob man dazu wirklich auch Ausschnitte aus dem Musical "Elisabeth“ verwenden muss, ist allerdings fraglich. Übrigens: Wer die Dokumentation verpasst hat, hat ab 18. Jänner die Möglichkeit, dies auf 3sat nachzuholen.