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Wieder einmal US-Remake

Vor zwei Jahren kam mit "Verblendung“ die erste Verfilmung des Stieg-Larsson-Erfolgsromans in die Kinos, damals aus Schweden, mit Michael Nyqvist und Noomi Rapace in den Rollen des Aufdeckerjournalisten Mikael Blomkvist und der Computer-Hackerin Lisbeth Salander. Der Film bestach durch seine dichte Atmosphäre und die hervorragend gewählten Darsteller - die spannende Story um grausame Geheimnisse hinter den Fassaden der besseren Gesellschaft und um Frauenmorde lieferte die Basis für die insgesamt stimmige Verfilmung. Die Amerikaner kopieren gerne gute Ideen, weshalb "Verblendung“ nun als US-Remake unter der Regie von David Fincher und mit Daniel Craig und Rooney Mara in die Kinos kommt. Fincher kennt sich im Serienkiller-Genre aus, schließlich wurde er mit "Sieben“ bekannt. Auch hier formt er sorgfältig einen bizarren, drehbuchtechnisch solide ausgestalteten Thriller, der der ersten Verfilmung in nichts nachsteht. Allein: Wer will diese Geschichte nach so kurzer Zeit erneut auf der großen Leinwand sehen? Zumal die Trilogie gerade erst im Fernsehen zu sehen war.

Verblendung (The Girl with the Dragon Tattoo)

USA 2011. Regie: David Fincher. Mit Daniel Craig, Rooney Mara.

Sony, 158 Min.

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