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Christentum in der Sprache unserer Zeit

Als wir im Sommer 1943 aus Afrika nach den Vereinigten Staaten und damit in die geordneten Verhältnisse eines Stammlagers kamen, gab es für diejenigen von uns, die bisher unter Zwang schweigen mußten, nur eine Empfindung: Befreit zu sein aus der Knebelung einer ständigen Überwachung und eine relative Freiheit gewonnen zu haben. Das mag paradox klingen, wenn man daran denkt, daß wir doch in der äußerlichen Unfreiheit des Stacheldrahtes, der Wachtürme und der Maschinengewehre leben mußten, aber es ist nicht paradox, wenn man weiß, daß es nicht um die äußerliche Freiheit geht, sondern daß wichtiger und wesentlicher die innerliche Freiheit, die Freiheiten der Seele sind. Es war ein harter Kampf in der Kriegsgefangenschaft, die Freiheiten, die das in Europa herrschende System des Faschismus in so vielen Menschen ausgerottet oder zu einem blindmachenden „Idealismus“ pervertiert hatte, in monatelanger Arbeit wieder aufzurichten. Allein wäre es uns niemals gelungen. Aber die amerikanischen Lagerbehörden wußten, worum es ging und so konnten wir daran gehen, die vom Präsidenten Roosevelt formulierten vier Freiheiten eine nach der anderen wieder in ihre Rechte einzusetzen: Die Freiheit der Religion, die Freiheit der Rede, die Freiheit von Furcht und die Freiheit von Not. Die vierte dieser Freiheiten wurde uns von der amerikanischen Regierung in einem solchen Ausmaße geschenkt, daß wir nicht nur frei von Not waren, sondern in bezug auf Nahrung, Kleidung und Wohnung von einer wahren Geborgenheit sprechen konnten.

In diesen Lagern im Mittelwesten durften wir abends nach der Arbeit mit einem Passierschein täglich hinaus zu der Armeekapelle, die von verschiedenen Denominationen benützt wurde und hatten so Gelegenheit, Geistliche und Gläubige verschiedener Bekenntnisse zu beobachten und teilweise auch beim Gottesdienst zu sehen.

Es fällt uns Mitteleuropäern auf, daß der amerikanische Pfarrer durch die besonderen Umstände der Mannigfaltigkeit und Vielzahl der Konfessionen sich bemüht, nicht anders aufzutreten als der „common man“, mit dem er es zu tun hat. Er ist der „Father“ und „Citizen“ X., meistens kurz mit „Reverend“ angesprochen, und er vermeldet es peinlich, im täglichen Leben durch eine etwa besonders zur Schau getragene Würde den Eindruck zu erwecken, als fühle er sich als „High Hat“, als etwas Höheres. Der Geistliche in Amerika muß also nach Volkstümlichkeit streben, wie jeder, der es in diesem Lande der Freien irgendwie mit Erziehung oder Menschenführung zu tun hat.

So erleben wir den in einem Fußballteam spielenden Pfarrer, und die Trennung von Kirche und Staat und der damit verbundene Konkurrenzkampf der einzelnen Denominationen soll es sogar dazu bringen, daß die Pfarrer gewisser Sekten in ihren Gottesdiensträumen Tanzveranstaltungen abhalten lassen. Doch das entspricht amerikanischer Glaubensfreiheit, ui\d wir dürfen nicht vergessen, daß es bei über 250 Sekten viele gibt, die einander sehr ähnlich und Übertritte deshalb an der Tagesordnung sind. Davon ist in erster Linie der Protestantismus betroffen, doch ist es klar, daß bei dem Durcheinanderleben der verschiedenen Religionen in Amerika, bei dem ständigen Wechsel der Wohnorte und der Mannigfaltigkeit des Lebens auch Übertritte zwischen Katholizismus, Protestantismus und anderen Religionen vorkommen, zumal hervorgerufen durch Mischehen.

Die Verkörperung des amerikanischen •volkstümlichen Priesters ist der Erzbischof von New York, Kardinal Spellman. Er war in seiner Jugend ein großer Sportsmann. Seine Interessen liegen heute auf allen Gebieten des menschlichen Lebens; er hat während des Krieges Hunderttausende von Kilometer im Flugzeug zurückgelegt und amerikanische Soldaten an allen Fronten und auf allen Stützpunkten der Welt besucht und mit ihnen und zu ihnen gesprochen; er ist ein Poet, dessen Gedichte in führenden amerikanischen Zeitsch riften abgedruckt werden und deren Erlös der Dichter im Kardinalspurpur wohltätigen Zwecken zuwendet; kurz, er ist ein Kirchen-fürst, der es versteht, den Zeitungen mindestens jeden Tag eine Schlagzeile zu liefern. Uns Europäern mag das alles vielleicht ein wenig eigenartig vorkommen, aber wir müssen uns vor Augen halten, daß auch die Kirche, ohne von ihrer Lehre auch nur um Haaresbreite abzugehen, in der Sprache der Zeit reden muß, etwas, das man in der traditionsgeladenen Atmosphäre der europäischen Hierardiie erst jetzt zu erfassen beginnt. Es soll vermerkt bleiben, daß bei den letzten „Salzburger Hochsdiul-wochen“ im Anschluß an die Vorträge des Jesuitenpaters Urs von Balthasar die Forderung erhoben wurde, eine philosophische Synthese für unsere Zeit und in der Sprache unserer Zeit zu finden und daß ein junger Hörer, der ehemalige Kriegsgefangene Otto Smital, versucht hat, in einem Vortrag über ein in Amerika fertiggestelltes, noch unveröffentlichtes Originalwerk die Grundzüge einer solchen philosophischen Synthese aufzuzeigen.

Diese Sprache der Zeit ist vielleicht die dominierende Forderung des amerikanischen religiösen Lebens. Presse, Radio und Film dienen als wichtige Medien der Verkündigung ihrer Lehren. Das Sprachrohr aller protestantischen Sekten, die zu einem wichtigen politischen Kampfmittel gewachsene, auf hohem Niveau stehende Wochenzeitung „The Christian Century“, hat ihr Äquivalent in der katholischen Wochenschrift „Commonwealth“. Die repräsentative katholische Monatszeitschrift ist die „Catholic World“, und in der Reihe der beliebten zeitsparenden „Auslese“-Zeitschriften stehen auf katholischer Seite der „Catholic Digest“ und „Family Digest“ voran, auf protestantischer der „Christian Digest“. Daneben erscheint eine große Zahl anderer Publikationen.

Auf dem Büchermarkt haben die religiös angehauchten Romane des früheren protestantischen Pfarrers Lloyd Douglas großen Erfolg gehabt. Sein Roman „The Robe“, dessen Handlung kurz nach dem Tod Christi in Palästina, Griechenland und auf Capri spielt, erreichte eine Auflage von etlichen Hunderttausenden, wäre aber bei uns in Europa wegen einiger bedenklicher historischer und sachlicher Fehler nicht ein soldier Erfolg' geworden. In der Nachfolge der „Robe“ ist mit einigem Abstand Perkins' Roman „The Emporer's Physician“ zu nennen. Auf katholischer Seite versucht das Werk des Chikagoer Universitätsprofessors Francis E. McMahon „A Catholic Looks at the world“ die heutige Welt mit den Augen des Katholiken zu sehen, und auf dem Gebiete der schönen Literatur ist der in Schottland spielende Roman „The World, the Flesh and Father Smith“ von Bruce Marshall ein „Bestseller“ geworden, dank einer glänzenden Darstellung der Probleme der modernen Seelsorge von der Zeit nach der Jahrhundertwende bis zur Mitte des eben zu Ende gegangenen Krieges, nicht nur literarisch, sondern auch im Hinblick auf die angeschnittenen physiologischen und theologischen Themen eine große Leistung.

Auch der Film ist ein Mittel, dessen sich die Kiixhen in Amerika in steigendem Maße bedienen. In unserer Kapelle wurde uns von einem Mitbruder unseres Seelsorgers ein vor. ihm selbst gedrehter wunderschöner Farbfilm vorgeführt, der den Werdegang eines jungen Amerikaners vom Schüler und Seminaristen bis zum Missionär in einer Weise schilderte, die psychologisch ganz auf die Mentalität des amerikanischen „Boy“ eingestellt war. Auch die großen Filmgesell-sdiaften in Hollywood drehen religiöse Spielfilme, von denen wänrend des Krieges „The Keys of the Kingdom“, nad. dem berühmten Roman des englischen Schriftstellers A. J. Cronin, ein ganz großer Filmerfolg war.

In den letzten Jahren hat sidi nun e i n neues Genre des religiösen Films zu einer Bedeutung erhoben, die noch ungeahnte Möglichkeiten in sich birgt: der religiöse Kurzfilm, der vor allem Szenen aus der Bibel darstellt. Dieser Kurzfilm ist vorerst eine rein protestantische Angelegenheit. Er wurde zunächst in den Kirchen vorgeführt und ist nun daran, auch auf die öffentlichen Kinos überzugreifen. Es ist eigenartig, daß der religiöse Film seinen Siegeszug von England aus angetreten hat, wo der presbyterianisdie Filmproduzent Rank so große Erfolge mit ihm erzielte, daß sein 200,000.000-Dollar-Unter-nehmen heute Weltgeltung innerhalb der Filmindustrie erreicht und auch in Hollywood sich durchgesetzt hat. Rank hat die

Verhandlungen in Hollywood selbst geführt und soll zu günstigen Abschlüssen mit den Monopol-Filmvorführgesellschaften gekommen sein. Die Zukunft dieses Zweiges der Religionsverkündigung ist noch nicht abzusehen. Es ist bedauerlich, daß man auf katholischer Seite bisher nicht mehr Interesse für ähnliche Projekte aufzubringen schien.

Eines der wichtigsten Mittel der modernen Erziehung ist das Radio. Die Seelsorger aller Konfessionen in Amerika machen davon sehr ausgiebigen Gebrauch, und hier ist es ein katholischer Radioprediger, der jeden Donnerstag eine nach Millionen zählende Hörerschaft aufweisen kann. Professor Monsignore Fulton O. Sheen ist einer der bedeutendsten lebenden katholischen Philosophen, der außerdem ein hervorragender Prediger ist. Seiner Überzeugungskraft hat die katholische Kirche eine Reihe von Konversionen zu verdanken. Es war Monsignore Sheen, der den früheren Redakteur des kommunistischen „Daily Wor-ker“, H. L. B 1 u d e n z, die Schauspielerin, Schriftstellerin und Kongrefabgeordnete Ciaire Booth Luce — die Frau des Herausgebers der Zeitschriften „Life and Time“ — sowie den jungen Henry Ford in die katholische Kirche aufgenommen, hat.

Wir sehen, daß das religiöse Amerika im Jahrhundert der Psychologie die Sprachrohre der Zeit bis zum Äußersten auszunützen bestrebt ist, und es sind so gewaltige Experimente, die man mit diesen Möglichkeiten anstellt, daß man es angesidits der Ergebnisse, die mit ihnen erzielt werden, ruhig in Kauf nehmen darf, wenn dabei manchmal über das Ziel hinausgeschossen oder ein Irrweg gegangen wird.

Amerikanische Freiheit läßt eben Spielraum für Menschen aller Art, für Größen des Geistes und für Arme im Geiste, für routinierte Praktiker und für sonderbare Käuze, die auf ihre Weise versuchen, Gott zu dienen. Zu einem Überbleibsel aus der Zeit der sonderbaren Käuze gehören die sogenannten Evangelisten, die ein tätiges Christentum predigen und auch leben.

Eine solche Gruppe von aktiven Christen haben wir in einem Lager in Texas kennengelernt. War da einmal eines Sonntags eine Kommission irgendeiner christlichen Organisation angemeldet, die unser Lager besuchen wollte. Die Ankündigung war sehr unklar, denn der Lagerführer war ein Gott- (lies: Un-) Gläubiger, und so dachten wir, die anderen, es wäre eine Kommission der YMCA, die uns vielleicht ein paar Fragen über Bücherbeschaffung und Fernstudium beantworten könnte. Wer aber kam, waren zehn Geschäftsleute aus Dallas. Sie beteten und sangen mit uns, und dann hielt einer nach dem andern eine kurze Ansprache in Englisch, die uns der Vorbeter übersetzte. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein alter Mann, dessen blaue Augen schon mehr im Jenseits zu leben schiener, als sie sich um die Äußerlichkeiten dieser Welt kümmerten. Er sprach deutsch, langsam und bedächtig, und erzählte uns, daß sein Großvater im Jahre 1846 aus Deutschland herübergekommen sei und daß er selbst Gott besonders dafür dankte, daß er ihm in seinen alten Tagen noch die unermeßliche Freude bereitete, zu uns, seinen jungen Landsleuten, kommen und mit uns beten zu dürfen. Wir

Katholiken saßen da und wußten nicht, wie uns geschah. Es drängte uns, unseren Herzen Luft zu machen und ihnen laut und öffentlich zu danken, daß sie als erste Angehörige unseres Gewahrsamstaates gekommen waren, um uns zu sagen und zu beweisen, daß sie in uns nicht ihre Feinde sahen, sondern Brüder in Christo, und daß sie uns als erste wieder Hoffnung gaben auf eine Verständigung aller Völker auf der Basis des Christentums. Viel wollten wir noch sagen, aber die äußeren Umstände ließen es nicht zu; und so schieden wir denn mit einem kurzen Dankeswort und mit dem Bewußtsein, daß wir diese rührende Tat amerikanischer Christen niemals vergessen werden.

Das Laienwirken in den protestantischen Gemeinden wird durch eine Organisation gefördert, die ihresgleichen auf der Erde sucht: die YMCA, der „Verein junger christlicher Männer“, hat auf der ganzen Welt seine Zweigstellen und Häuser. In den Vereinigten Staaten ist er derart verbreitet, daß der Beruf eines YMCA-Sekre-tärs auf der Berufsliste eine hervorragende Stelle einnimmt. Die Häuser der YMCA bieten jungen Menschen Unterkunft, Geborgenheit und Freizeitgestaltung, und auf katholischer Seite können als ähnlicher Versuch nur die Kolping-Vereine zum Vergleich herangezogen werden.

Die YMCA hat auf anderem Gebiete, auf dem der Kriegsgefangenenbetreuung, für alle Nationen der Welt so Großes und Hervorragendes geleistet, daß jeder ehemalige Kriegsgefangene wohl sein ganzes Leben lang in tiefer Dankbarkeit an diese Organi-sat.on zurückdenken wird. Auch von der „National Catholic Weifare Conference“ in Washington ist eine großzügige Kriegsgefangenenbetreuung ausgegangen, wie von Dr. Josef Leb in der „Furche“ schon mit gebührender Anerkennung berichtet worden ist.

Unvergeßlich wird mir der Besuch in einem großen Missionshause bei C h i k a g o bleiben, den ich mit unserem Lagergeistlichen in meiner Eigenschaft als Lagersprecher machte, um Noten für unsere Weihnachtsfeier auszusuchen. Der Besuch bedeutete einen Tag Urlaub aus der Kriegsgefangenschaft, und ich genoß ihn in vollen Zügen. Der Pater holte mich frühmorgens mit dem Auto ab, an der Fortgrenze zeigte er der Militärpolizei meinen „Urlaubschein“ und hinaus ging's in die winterliche Landschaft von Illinois. Das Missionshaus erwies sich als riesiger Gebäudekomplex. Die Modernität und Amerikanität des ganzen Unternehmens beeindruckte midi schon vor dem Tor der großen Garage, Da baumelte neben dem Fenster des Autos, ' dem wir saßen, sin langer Strick herab. Der Pater zog daran — und im Nu öffnete tick das Garagentor auf elektrischem Wega. Drinnen standen 20 blitzsaubere, riesige Personenautos. „Das braucht man hier m Amerika“, erklärte mein Begleiter leidrthi. Man erlasse mir eine Schilderung des modernen Hauses. Vom Postamt im Haus über die Zentralheizung zu den modernsten Werkstätten und Laboratorien war nebst einer Musterfarm und einem Gästehaus alles da, und die große Druckerei, in der ebenso wie in den Handwerksbetrieben und in dar Landwirtschaft Brüder arbeiteten, bade den Gipfelpunkt meines Staunens. Zu Mittag war ich bei den Patres im Refektorium zu Gast. Man aß nach amerikanischen Begriffen bescheiden und einfach, nach europäischen Begriffen opulent, jedenfalls aber gut, und fast den ganzen Nachmittag verbrachte ich in der riesigen Bibliothek der Patres, die es an reicher Wissenschaftlichkeit mit jeder Studienbibliothek aufnehmen konnte.

Das Haus war voll von jungem Leben, Sdiülern, Seminaristen, Novizen und Klerikern. Als Beweis für die Toleranz, die in solchen Häusern gelehrt und geübt wird, fiel mir auf, daß auch etliche Neger aus den Südstaaten mitten unter den anderen waren.

Man glaube nicht, daß das Leben in einem solch modernen Hause ein Paradies des Nichtstuns sei. „Ora et labora!“ ist nach wie vor der oberste Grundsatz, und das fließende Warmwasser, die modernen Einrichtungen und all die tedinischen Hilfsmittel sind nur dazu da, um Zeit zu gewinnen, die man den spirituellen Aufgaben widmen kann.

Ich schied von dem gastfreundlidien Hause und seinen so amerikanisch anmutenden und doch so tief religiösen Bewohnern mit dem Bewußtsein, daß das, was ich gesehen hatte, zutiefst Beweis sei, gegen jene veraltete europäische Ansdiauung, daß man in einer solchen Umgebung verweidilichen müsse.. Daß es nicht der Fall sein muß. können wir an dem ganzen amerikanischen Volke sehen, das die modernsten Einrichtungen und Bequemlichkeiten in jedem Hause hat und doch eine Schaffenskraft aufweist, um die es viele Völker beneiden könnten.

Man mag es nicht als Foderung nach Annahme der pragmatischen Philosophie ansehen, wenn wir uns nach dem Erleben der amerikanischen Religiosität die Behauptung erlauben, daß uns europäischen Christen ein wenig mehr Pragmatismus und Wirklichkeitssinn not tut. Es möge der Wunsch ausgesprochen sein, daß von Europa aus das Streben nach einer philosophischen Synthese für unsere Zeit und in der Sprache unserer Zeit Erfüllung finde, um das Christentum Lauen und Abgefallenen wiederum nahezubringen.

„Im altehrwürdigen Stephansdom sind die Sitze für den Rektor der Universität und den Bürgermeister gerade gegenüber gestellt, vor dem Kochaltar ist der Rang ein gleicher. Vielleicht sollte dadurch zum Ausdruck gebracht werden, daß Rektor und Bürgermeister, die Männer der Wissenschaft und die Bürger der Stadt, einander hochschätzen und zusammenarbeiten sollen zum allgemeinen Wohle. Wissenschaft und praktisches Leben haben ihre innigen Beziehungen. Die freie Gemeinde und die freie Hochschule bedeuten zusammen den Konzentrationspunkt des menschlichen Wirkens und Schaffens, auf dem jeder Fortschritt beruht.“

Der Bürgermeister von Wien, Dr. W e i s k i r c h n e r, in seiner Programmrede,

4. Jänner 1913

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