Digital In Arbeit
Gesellschaft

30 Jahre lang in Aktion für das Leben

1945 1960 1980 2000 2020
1945 1960 1980 2000 2020

Nicht wegschauen, wo Hilfe nötig ist und Menschenwürde verletzt wird, mit allen Betroffenen das Gespräch suchen - und das, was notwendig ist, klar kommunizieren, auch gegenüber der Politik: An diesen Leitlinien hat sich Gertraude Steindl zeit ihres Lebens ausgerichtet. Drei Jahrzehnte lang war Steindl für die "Aktion Leben Österreich" im Einsatz: anfangs in der Pressearbeit, von 2000 bis 2006 als Generalsekretärin des unabhängigen und gemeinnützigen Vereins, bis 2011 als dessen Vizepräsidentin und seither als Präsidentin im Ehrenamt. In all diesen Jahren hat Steindl, die 1945 in Wien geboren wurde, ihre Schulzeit in Hessen verbrachte und zum Publizistik-und Germanistikstudium wieder in ihre Geburtsstadt zurückkehrte, viel bewegt. Sie hat nicht nur bei zahlreichen Gesetzwerdungsprozessen mitgewirkt -vom Gentechnik-bis zum heftig umstrittenen Fortpflanzungsmedizingesetz; sie hat auch zahlreiche Bürgerinitiativen lanciert: 2004 etwa jene "Für Menschenwürde und gegen Experimente mit dem Leben", 2011 die Petition "Contra Schadenersatz" und 2014 die Bürgerinitiative "Fakten helfen" - für eine anonyme Statistik und regelmäßige Motivenerforschung zu Schwangerschaftsabbrüchen. Insgesamt 345.000 Unterschriften konnte sie sammeln und damit nicht nur dem Thema Lebensschutz mehr Gehör verschaffen, sondern auch auf die Notwendigkeit professioneller Beratung und individueller Unterstützung für schwangere Frauen und deren Partner aufmerksam machen. Dienstag dieser Woche wurde ihr dafür von Familienministerin Sophie Karmasin das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. "Durch die Verbindung von sensibler, non-direktiver Beratung mit konkreter Unterstützung auch für ein Leben mit Kind hat Steindl einen wichtigen Brückenschlag geschafft: Jenen zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau einerseits und dem Lebensrecht des Kindes andererseits", betonte Martina Kronthaler, Steindls Nachfolgerin als Generalsekretärin der "Aktion Leben Österreich", bei der Ehrung. Um in der Schwangerenberatung eine Qualitätssteigerung zu erreichen, hat Steindl auch zahlreiche neue Fortbildungen für Beraterinnen und Berater initiiert, zuletzt etwa die "Weiterbildung in vorgeburtlicher Beziehungsförderung". Schwangerschaft und Geburt haben lebensgeschichtliche Bedeutung: Dieses Motto des Kurses auch in Politik und Gesellschaft bewusst zu machen - dafür war Gertraude Steindl 30 Jahre lang in Aktion.

Nicht wegschauen, wo Hilfe nötig ist und Menschenwürde verletzt wird, mit allen Betroffenen das Gespräch suchen - und das, was notwendig ist, klar kommunizieren, auch gegenüber der Politik: An diesen Leitlinien hat sich Gertraude Steindl zeit ihres Lebens ausgerichtet. Drei Jahrzehnte lang war Steindl für die "Aktion Leben Österreich" im Einsatz: anfangs in der Pressearbeit, von 2000 bis 2006 als Generalsekretärin des unabhängigen und gemeinnützigen Vereins, bis 2011 als dessen Vizepräsidentin und seither als Präsidentin im Ehrenamt. In all diesen Jahren hat Steindl, die 1945 in Wien geboren wurde, ihre Schulzeit in Hessen verbrachte und zum Publizistik-und Germanistikstudium wieder in ihre Geburtsstadt zurückkehrte, viel bewegt. Sie hat nicht nur bei zahlreichen Gesetzwerdungsprozessen mitgewirkt -vom Gentechnik-bis zum heftig umstrittenen Fortpflanzungsmedizingesetz; sie hat auch zahlreiche Bürgerinitiativen lanciert: 2004 etwa jene "Für Menschenwürde und gegen Experimente mit dem Leben", 2011 die Petition "Contra Schadenersatz" und 2014 die Bürgerinitiative "Fakten helfen" - für eine anonyme Statistik und regelmäßige Motivenerforschung zu Schwangerschaftsabbrüchen. Insgesamt 345.000 Unterschriften konnte sie sammeln und damit nicht nur dem Thema Lebensschutz mehr Gehör verschaffen, sondern auch auf die Notwendigkeit professioneller Beratung und individueller Unterstützung für schwangere Frauen und deren Partner aufmerksam machen. Dienstag dieser Woche wurde ihr dafür von Familienministerin Sophie Karmasin das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. "Durch die Verbindung von sensibler, non-direktiver Beratung mit konkreter Unterstützung auch für ein Leben mit Kind hat Steindl einen wichtigen Brückenschlag geschafft: Jenen zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Frau einerseits und dem Lebensrecht des Kindes andererseits", betonte Martina Kronthaler, Steindls Nachfolgerin als Generalsekretärin der "Aktion Leben Österreich", bei der Ehrung. Um in der Schwangerenberatung eine Qualitätssteigerung zu erreichen, hat Steindl auch zahlreiche neue Fortbildungen für Beraterinnen und Berater initiiert, zuletzt etwa die "Weiterbildung in vorgeburtlicher Beziehungsförderung". Schwangerschaft und Geburt haben lebensgeschichtliche Bedeutung: Dieses Motto des Kurses auch in Politik und Gesellschaft bewusst zu machen - dafür war Gertraude Steindl 30 Jahre lang in Aktion.