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Das Kind steht im Mittelpunkt

Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien werden auch private Kindergärten um fast 4000 Betreuungsplätze erweitert.

Der Andrang auf den Salvator-Kindergarten samt Kleinkindgruppe in der Schödlbergergasse im 22. Bezirk ist enorm: Eltern würden das pädagogische Konzept sehr schätzen, sagt Kindergarten-Leiterin Michaela Schwarz. Christliche Werte und eine verständnisvolle Erziehung in Geborgenheit stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Ab kommenden Herbst können 40 weitere Kinder aufgenommen werden: Zwei weitere Familiengruppen für je 20 Kinder ab zwei Jahren werden entstehen. Besonders Eltern mit Kindern unter drei Jahren suchen Plätze. „Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien werden über dem Sommer neue Kindergartenräume entstehen“, erklärt Christa Bruns, Leiterin der Servicestelle der Vereinigung Katholischer Kindertagesheime. Der Verbund fasst Kindergärten zusammen, die von katholischen Orden geführt werden. Derzeit gibt es 34 Standorte in Wien.

Für den Ausbau nimmt die Stadt Wien 14 Millionen Euro in die Hand, um damit 3927 weitere Kindergartenplätze zu schaffen. Gefördert werden damit private Kindergartenbetreiber. „Uns ist wichtig, dass sowohl im städtischen als auch im privaten Bereich neue Plätze entstehen, um Eltern ein möglichst vielfältiges Betreuungsangebot bieten zu können“, betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch und freut sich, dass „wir von Jahresbeginn 2009 bis 2011 insgesamt 6500 neue Plätze geschaffen haben werden“.

Ausbau in ganz Wien

Die neuen Plätze entstehen in allen Regionen Wiens, vor allem in den großen Bezirken Favoriten, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring, der Donaustadt und Liesing. Dabei werden nicht nur neue Einrichtungen geschaffen, sondern auch bestehende Standorte erweitert. So wie im Salvator-Kindergarten, der ab Herbst um zwei Gruppen erweitert wird. Zurzeit besteht der Kindergarten aus fünf Gruppen: zwei Familiengruppen für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren, zwei Kindergartengruppen und eine Gruppe für Kleinkinder ab eineinhalb Jahren spielen in den hellen großen Räumen samt Garten. Der Kindergarten hat einen großen Bewegungsraum, einen eigenen Raum für Motopädagogik und eine Bibliothek sowie zahlreiche Spielecken. Die Kindergartenplätze sind beitragsfrei, nur das Essen ist zu bezahlen. „In der Arbeit mit den Kindern sind die Vermittlung christlicher Werte und die interkulturelle Erziehung unsere Schwerpunkte“, erklärt Leiterin Schwarz. Die Pädagoginnen zeigen auf, wie christliche Werte im Alltag gelebt werden können.

Christliche Werte im Alltag leben

Auch Kinder, die nicht katholisch getauft sind, können den Kindergarten besuchen. Viele Eltern, die nicht katholisch sind, wählten bewusst den Kindergarten wegen des pädagogischen Konzepts, betont Schwarz. – Ab Herbst können noch mehr Eltern von diesem Angebot Gebrauch machen.

Informationen: www.kkth.at

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