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Die Geschichte einer kleinen Tablette

Er gilt als #Vater der Pille#, der US-Chemiker Carl Djerassi, dem 1951 die synthetische Herstellung eines oral wirksamen Gestagens (weibliches Sexualhormon) gelang. Doch die Pille hatte mehrere Vorreiter und einen #Großvater#: den Innsbrucker Physiologen Ludwig Haberlandt, der weiblichen Kaninchen die Eierstöcke von trächtigen Artgenossinnen verpflanzte und feststellte, dass das progesteronhaltige Implantat die Tiere vor Schwangerschaften schützte. 1960 brachte das Unternehmen Searle in den USA die erste Pille auf den Markt (Enovid). Es folgte ihre weltweite Verbreitung.

Heute können Frauen unter vielen Varianten wählen, die niedriger dosiert sind als die ersten Pillen, dennoch haben alle Risiken und Nebenwirkungen (erwünschte und unerwünschte). Die Risiken sind abhängig vom Lebensstil (Rauchen), Gewicht oder Vorerkrankungen. Die Pille erhöht geringfügig das Risiko für Thrombosen und Thromboembolien. (bog)

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