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Gesellschaft

(Fast) kinderleicht die Welt retten

1945 1960 1980 2000 2020
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In Zeiten von Donald Trump ist es für aufgeklärte Zeitgenossen nicht ganz leicht, an die Lernfähigkeit des Homo sapiens zu glauben. Zu diametral widerspricht all das, was in Washington derzeit verlautbart und getwittert wird, den Vorstellungen der meisten Menschen von einem verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit diesem Planeten und allen Kreaturen, die darauf leben. Was alles notwendig wäre, hat die UNO bereits im Jahr 2015 in Form von 17 Zielen für eine gerechte und nachhaltige Welt (Sustainable Development Goals -SDG) definiert. Es sind äußerst ambitionierte, um nicht zu sagen utopische Ziele, die da verabschiedet wurden: Bis zum Jahr 2030 soll etwa kein Mensch mehr in absoluter Armut leben müssen, jeder ausreichend zu essen und jedes Kind Zugang zu Bildung haben; alle Benachteiligungen und alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sollen beendet sein, die Ungleichheit zwischen Ländern verringert werden, der Klimawandel eingebremst sein und politische Entscheidungen nicht mehr willkürlich oder von einer Person getroffen werden.

Einfach bei mir selbst beginnen

Man könnte angesichts dieser hehren "Weltziele" in Fatalismus verfallen -oder aber mit kleinen Schritten und bei sich selbst beginnen. Wie man Kinder und Jugendliche dafür gewinnen kann, zeigt das Büchlein "Unsere Welt. Unsere Zukunft" von Linda Exenberger und Franz-Joseph Huainigg exemplarisch vor. Die Mitarbeiterin des Instituts für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE) und der scheidende ÖVP-Behindertensprecher und Autor schaffen es darin, die sperrige Thematik anhand von 17 mehr oder minder authentischen Geschichten über die Lebenssituation von Kindern -von Äthiopien bis in den Jemen, von China bis Rohrbach - lebendig zu machen. Sie erzählen etwa vom indonesischen Mädchen Saya Asmara, das durch Kinderarbeit 50 Cent pro Tag verdient; von der achtjährigen Kongolesin Cäsarina, die auf der Flucht ist und sich nach ihrer Heimat sehnt; oder vom zwölfjährigen Julka aus Grönland, der davon berichtet, was der Klimawandel mit dem Grollen und Donnern in seiner Nachbarschaft zu tun hat.

Schülerinnen und Schüler zwischen neun und 13 Jahren werden dadurch zum Perspektivenwechsel angeregt -und finden ergänzend wertvolle Tipps und Ideen, was sie konkret hier und heute dazu beitragen können, um die 17 Weltziele zu erreichen: vom Restlkochen über das Streitschlichten bis zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Ein Glossar schwieriger Begriffe, eine Weltkarte zur Lokalisierung der Heldinnen und Helden des Buches sowie Zeichnungen der Kinderbuch-Illustratorin Carola Holland runden das Ganze ab.

Lehrkräfte oder andere Interessierte können die Publikation im Webshop des "Forum Umweltbildung" im Umweltdachverband bestellen (www. umweltbildung.at). Hier finden sich auch didaktische Materialien, die das Lesebuch ideal ergänzen.

Unsere Welt. Unsere Zukunft Von Linda Exenberger und Franz-Joseph Huainigg. 92 Seiten, broschiert, € 6,00

In Zeiten von Donald Trump ist es für aufgeklärte Zeitgenossen nicht ganz leicht, an die Lernfähigkeit des Homo sapiens zu glauben. Zu diametral widerspricht all das, was in Washington derzeit verlautbart und getwittert wird, den Vorstellungen der meisten Menschen von einem verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit diesem Planeten und allen Kreaturen, die darauf leben. Was alles notwendig wäre, hat die UNO bereits im Jahr 2015 in Form von 17 Zielen für eine gerechte und nachhaltige Welt (Sustainable Development Goals -SDG) definiert. Es sind äußerst ambitionierte, um nicht zu sagen utopische Ziele, die da verabschiedet wurden: Bis zum Jahr 2030 soll etwa kein Mensch mehr in absoluter Armut leben müssen, jeder ausreichend zu essen und jedes Kind Zugang zu Bildung haben; alle Benachteiligungen und alle Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sollen beendet sein, die Ungleichheit zwischen Ländern verringert werden, der Klimawandel eingebremst sein und politische Entscheidungen nicht mehr willkürlich oder von einer Person getroffen werden.

Einfach bei mir selbst beginnen

Man könnte angesichts dieser hehren "Weltziele" in Fatalismus verfallen -oder aber mit kleinen Schritten und bei sich selbst beginnen. Wie man Kinder und Jugendliche dafür gewinnen kann, zeigt das Büchlein "Unsere Welt. Unsere Zukunft" von Linda Exenberger und Franz-Joseph Huainigg exemplarisch vor. Die Mitarbeiterin des Instituts für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE) und der scheidende ÖVP-Behindertensprecher und Autor schaffen es darin, die sperrige Thematik anhand von 17 mehr oder minder authentischen Geschichten über die Lebenssituation von Kindern -von Äthiopien bis in den Jemen, von China bis Rohrbach - lebendig zu machen. Sie erzählen etwa vom indonesischen Mädchen Saya Asmara, das durch Kinderarbeit 50 Cent pro Tag verdient; von der achtjährigen Kongolesin Cäsarina, die auf der Flucht ist und sich nach ihrer Heimat sehnt; oder vom zwölfjährigen Julka aus Grönland, der davon berichtet, was der Klimawandel mit dem Grollen und Donnern in seiner Nachbarschaft zu tun hat.

Schülerinnen und Schüler zwischen neun und 13 Jahren werden dadurch zum Perspektivenwechsel angeregt -und finden ergänzend wertvolle Tipps und Ideen, was sie konkret hier und heute dazu beitragen können, um die 17 Weltziele zu erreichen: vom Restlkochen über das Streitschlichten bis zum verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Ein Glossar schwieriger Begriffe, eine Weltkarte zur Lokalisierung der Heldinnen und Helden des Buches sowie Zeichnungen der Kinderbuch-Illustratorin Carola Holland runden das Ganze ab.

Lehrkräfte oder andere Interessierte können die Publikation im Webshop des "Forum Umweltbildung" im Umweltdachverband bestellen (www. umweltbildung.at). Hier finden sich auch didaktische Materialien, die das Lesebuch ideal ergänzen.

Unsere Welt. Unsere Zukunft Von Linda Exenberger und Franz-Joseph Huainigg. 92 Seiten, broschiert, € 6,00