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Grandparents for future - © Foto: pixabay

Grandparents for Future: "Für die Zukunft der Enkelgeneration"

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Viele Großeltern sorgen sich um die Zukunft ihrer Enkelkinder. Als deren Verbündete stellen sie sich nicht selten dezidiert hinter deren Anliegen. Eine Form ist die Unterstützung beim aktuellen Kampf gegen den Klimawandel, wie dieser Aufruf der „Grandparents for Future“ zeigt.

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Viele Großeltern sorgen sich um die Zukunft ihrer Enkelkinder. Als deren Verbündete stellen sie sich nicht selten dezidiert hinter deren Anliegen. Eine Form ist die Unterstützung beim aktuellen Kampf gegen den Klimawandel, wie dieser Aufruf der „Grandparents for Future“ zeigt.

Wir, „Grandparents for Future“, engagieren uns für den Erhalt einer gesunden und lebenswerten Umwelt für künftige Generationen weltweit. Wir betrachten es als selbstverständliche Verpflichtung aller Menschen, dafür zu sorgen, dass die Lebensgrundlagen der Menschheit erhalten werden. Junge Menschen müssen seit Jahrzehnten zusehen, wie unsere Erde im Dienste von kurzfristigem Profitdenken ausgeplündert und zerstört wird.

Verständlicherweise entstehen daraus Verzweiflung und Wut sowie Versuche, die unverantwortlich inaktive Politik endlich zum Handeln zu bringen. In diesem Licht sind die jüngsten Aktionen von „Extinction Rebellion“, „Last Generation“ und „Erde brennt“ zu verstehen. Wir unterstützen deren Formen zwar nicht, sehen aber, dass sie in der Tradition des gewaltlosen Widerstandes erfolgen. Nichts wurde bisher dauerhaft beschädigt oder zerstört.

Alle Aktionen haben Symbolwert. Das Verschmutzen von schützendem Glas in Bilderrahmen soll darauf hinweisen, dass ein noch so wertvolles kulturelles Erbe sinnlos wird, wenn keine lebbare Umwelt vererbt wird. Desgleichen sollen Blockaden im Straßenverkehr dazu bewegen, über unser Mobilitätsverhalten nachzudenken. Die Jugend hat ein Recht darauf, dass ihre Aussagen verstanden und gehört werden. Sie kämpfen schließlich um ihre Zukunft. Wenn solche Handlungen stattdessen kriminalisiert werden, stellt das eine Eskalation in Richtung Gewalt und Spaltung der Gesellschaft dar.

Vielmehr sollten die Belange der jungen Menschen gebührend ernst genommen werden. Wir fordern dazu auf, die Botschaft hinter diesen Handlungen und die nachvollziehbare Verzweiflung dieser Menschen anzuerkennen, zumal sie sich anders bisher kein ausreichendes Gehör verschaffen konnten. Wir rufen dringend dazu auf, endlich die notwendigen und entscheidenden Schritte für die Zukunft der Menschheit zu wagen. Die jüngsten Empfehlungen des „Club of Rome“ und des neuesten KlimaschutzgesetzBerichts müssen schnellstens in die Tat umgesetzt werden. Damit würden sich Gerechtigkeit und sozialer Friede verwirklichen lassen.

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