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Heimat für die letzten Tage: das neue VinziDorf-Hospiz

Es soll ein Ort werden, an dem die Welt ein bisschen besser wird - vor allem für jene, mit denen es das Leben nicht so gut meinte: Mittwoch dieser Woche wurde an der Grazer Riesstraße, direkt neben dem VinziDorf, Österreichs erstes Hospiz für obdachlose Menschen eröffnet (s. FURCHE Nr. 13). Die Idee dazu kam von den Elisabethinen Graz, die in ihrem Ordensspital bereits seit 1998 unheilbar kranke Menschen auf einer eigenen Palliativstation betreuen - und seit 2012 unter dem Motto "Am Ende. Leben." mit der Styria Media Group kooperieren. Mit Hilfe des Grazer Messtechnikunternehmens Anton Paar GmbH, das als Hauptsponsor 400.000 Euro zur Verfügung stellte, konnte dieser Plan schließlich realisiert werden. "Die Idee der Elisabethinen hat uns berührt", erklärt Anton-Paar-CEO Friedrich Santner (im Bild links neben Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, Maria Santner und Mutter Bonaventura Holzmann, Generaloberin der Elisabethinen Graz bei der Eröffnung)."Das, was unsere Mitarbeiter durch ihre Arbeit erwirtschaften, ist nun in Form des Baus zu sehen", meint Santner. Es ist nicht das erste Sozialprojekt, das unterstützt wird: ein Quartier für 40 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf dem eigenen Firmengelände gehört ebenso dazu wie die Finanzierung des Projekts "Offline" für Menschen mit Suchthintergrund. Durch das neue Hospiz können Bewohner des Vinzi-Dorfes nun ihre letzten Tage in ihrem vertrauten Zuhause verbringen - und zugleich von Mitarbeitern der Elisabethinen professionell betreut sowie von Ehrenamtlichen begleitet werden.

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