begleiteter Suizid - © Foto: iStock / Pornpak Khunatorn

Suizidhilfe in Deutschland: Arzt steht vor Gericht

19451960198020002020

Ein neuer Podcast widmet sich dem Thema der Suizidhilfe: Er begleitet einen Strafprozess, bei dem ein deutscher Arzt und Suizidhelfer vor Gericht steht.

19451960198020002020

Ein neuer Podcast widmet sich dem Thema der Suizidhilfe: Er begleitet einen Strafprozess, bei dem ein deutscher Arzt und Suizidhelfer vor Gericht steht.

Werbung
Werbung
Werbung

Mit „Justitias Wille – Leben in der Waagschale“ ist den Journalistinnen Paulina Krasa und Laura Wohlers in der dicht gedrängten Podcastwelt ein Novum gelungen: Sie berichten über einen aktuellen Strafprozess, den das Landgericht Berlin im Februar 2024 verhandelt: Angeklagt ist der Arzt Christoph Turowski, der in seiner Pension als Suizidhelfer tätig ist. Er hat bereits einigen Menschen beim Suizid assistiert, nun auch einer 37-jährigen Studentin, der er im Juli 2021 ein Medikament zur Selbsttötung aushändigt. Sie leide seit Jahren unter schweren Depressionen. In Deutschland, wo es für den assistierten Suizid keine so strengen rechtlichen Vorgaben gibt wie in Österreich, kann der Mediziner Turowski, der kein Psychiater ist, die junge Frau für entscheidungsfähig erklären und ihr das Präparat aushändigen.

In zehn Folgen berichten Krasa und Wohlers aus dem Verhandlungssaal, sprechen mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ethik, Recht, Medizin sowie mit Betroffenen und Angehörigen. Und sie geben Einblicke in ihre persönlichen Haltungen zum assistierten Suizid, die sich – aufgrund familiärer Erfahrungen – stark unterscheiden. Umfassend recherchiert und spannend inszeniert liefert „Justitias Wille“ bemerkenswerte Hintergrundinformationen und behandelt das schwierige Thema mit Sorgfalt und Sensibilität.

Dieser Artikel ist im Original unter dem Titel "Suizidhilfe: Arzt steht vor Gericht" am 20.6.2024 erschienen.

Ein Thema. Viele Standpunkte. Im FURCHE-Navigator weiterlesen.

FURCHE-Navigator Vorschau
Werbung
Werbung
Werbung