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Gesellschaft

Ute Bock war nicht naiv. Frau Bock war gut

1945 1960 1980 2000 2020
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Ich will ein normales Leben führen, und ich will, dass der neben mir auch ein normales Leben führen kann -und ich nicht dauernd, wenn ich ihn anschau, ein schlechtes Gewissen haben muss. (Ute Bock)

Zufälle gibt' s. Am Freitag voriger Woche liegt die FURCHE im Postkasten und fragt auf der Titelseite: "Gutmensch am Ende?" Und gleich darauf melden die Nachrichten, die Frau Bock ist gestorben. Die Frau Bock und die FURCHE. Die haben gut zusammengepasst. Beide aus einer anderen Zeit, aber gerade deswegen unersetzlich heute. Beide mehr Sein als Schein. Beide mit Gesinnung nicht als Mascherl, sondern als Auftrag. Oder wie Frau Bock in einem ihrer Interviews mit der FURCHE ihr Engagement für Flüchtlinge in gewohnt bodenständiger Weise begründete: "Ich will ein normales Leben führen, und ich will, dass der neben mir auch ein normales Leben führen kann -und ich nicht dauernd, wenn ich ihn anschau, ein schlechtes Gewissen haben muss. Man kann doch nicht erwarten, dass sich so einer zur Kirchentür hinsitzt und still verstirbt - das ist ja lächerlich!"

Das war auch die gelebte Antwort von Frau Bock auf den im Gefolge der Flüchtlingskrise hochstilisierten Widerspruch zwischen dem (pragmatisch-realistischen) Verantwortungsethiker und dem (idealistisch-weltfremden) Gesinnungsethiker. Der Philosoph Peter Strasser stellte dazu in seinem Beitrag zum vermeintlichen Gutmensch-Aus in der letztwöchigen FURCHE klar: "Indem jedoch neuerdings die gesinnungsethische Haltung denunziert wird, forciert man ein mitleidloses, ja grausames politisches Regime gegenüber den Ärmsten der Armen, nämlich jenen, die sich auf der Flucht vor den noch grausameren Zuständen in ihrer eigenen Heimat befinden."

Brennen für eine gute Sache

Mit dieser Diskussion zum alleinigen Zweck der Denunziation von gesinnungsethischem Handeln konnte Frau Bock nichts anfangen. Heiße Luft, nein danke! Wenn schon heiß, dann brennen für die gute Sache. Gesinnungs-gegen Verantwortungsethik? Für Frau Bock kein Entweder-oder. Frau Bock hat ihre Gesinnung aus und mit Verantwortung umgesetzt. Fokussiert auf in Not geratene Einzelne, aber nie blind für die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge. Im Gegenteil: "Das, was jetzt geschieht, wenn man die Flüchtlinge auf die Straße treibt, das fällt uns allen auf den Kopf", hat sie schon 2003 in der FURCHE den Blick für das Ganze eingefordert, genauso wie sie den Grund für das wachsende Gegeneinander im Land nie ausblendete: "Es ist halt von allen Seiten her enger geworden. Die Supermarktverkäuferin, die nebenbei putzen gehen muss, damit sie die Miete bezahlen kann. Kein Mann, nur schreiende Kinder Das, was einmal Mittelstand war, wird immer weniger. Keine Vollzeitarbeit mehr, nur mehr Teilzeit und Betrogen-Werden von vorn bis hinten "

Die Unterscheidung von Gesinnungs-und Verantwortungsethik hat 1919 der Soziologe Max Weber in seinem Vortrag "Politik als Beruf" eingeführt. Dass Gesinnung und Verantwortung aber auch zusammengehören, das erste ohne das zweite abgehoben bleibt, das zweite ohne das erste technisch, kalt und unmenschlich wird, das hat die große Frau Bock jeden Tag mit ihrem Lebensentwurf "Menschsein als Beruf" bewiesen. Wobei sie Wert darauf legte, ihren "Job" nicht zu idealisieren: "Nein, ich hatte überhaupt keine, wie man so schön sagt, Berufung", antwortete sie auf in diese Richtung zielende Fragen: "Ich bin halt so erzogen worden: Wenn man was angeht, dann macht man es ganz oder gar nicht. Und ich habe mich für ganz entschieden und dabei bleib ich."

Gekommen um zu bleiben. Das Motto passt zur Frau Bock. Bevor die gebürtige Oberösterreicherin zur Institution in der österreichischen Flüchtlingsbetreuung wurde, war sie bereits als Erzieherin und Heimleiterin eine Instanz in Wien. Mit ein Grund, dass Frau Bock ihre Arbeit immer als etwas Zusammengehörendes betrachtete. Vor ihrer Pensionierung ihr Einsatz für österreichische Jugendliche, "unser Ausbund, die lieben Wiener Kinder, das war auch nicht immer einfach", danach für ausländische Hilfesuchende: "Ich habe immer Leute von den so genannten Randschichten gehabt. Unser Ziel war es, die von den Rändern reinzuholen. Wir haben mit ihnen einen Lehrplatz, eine Wohnung etc. gesucht. Wir haben sie angespornt, dass sie eine Ausbildung machen, dass sie nicht ihr Leben lang für die obere Gesellschaft Papierln klauben. Und heute, wenn ich meine Ehemaligen treffe, von denen alle gesagt haben: 'Aus denen wird nichts '- Schnecken, super stehen sie da. Es sind nur wenige, die abgeglitten sind. Ich habe diesen Weg immer für den richtigen gehalten. Und was machen wir jetzt: Wir drängen sie an die Ränder hinaus."

Angstgegnerin der Ängsteschürer

Das Rausdrängen funktioniert halt nicht, hat noch nie funktioniert. Die Welt ist keine Scheibe, die Welt ist rund, und was wir auf der einen Seite rausschieben, kommt auf der anderen Seite größer zurück. Frau Bock wusste das, deswegen geißelte sie das Rausund An-den-Rand-Drängen erstens als unanständig und zweitens als dumm. Sie war überzeugt davon, dass politische wie bürokratische Unmenschlichkeit nicht aus Unwissenheit resultieren: "Das ist bewusster schlechter Wille", sagte sie, "das sind doch alles gescheite Leute." Und das machte sie dann krawutisch, und sie stemmte sich mit all ihrer Kraft gegen das Rausdrängen. Warum? "Vielleicht weil ich realistisch bin. Ich sitz nicht an einem Schreibtisch und delegiere, sondern ich muss das den Betroffenen immer selber sagen. Ich habe selber mit jedem und jeder zu tun und ich bin nicht fernab jeder Wirklichkeit."

Diese starke Bodenhaftung verbunden mit einer sehr geradlinigen Wiener Ausdrucksweise -"45 Jahre habe ich nichts anderes gemacht als arme Kinder ankeppeln -da wird man perfekt" - war auch der Grund, warum "die Bock" von der FPÖ und ihren Vorhetzorganisationen gar so angefeindet wurde: Frau Bock war die Angstgegnerin der Ängsteschürer. Weil sie -Erfolgsrezept seit Luther -den Leuten nicht nach dem Mund geredet, aber aufs Maul geschaut hat. Weil sie nicht realitätsfremd war, sich aber von der Realität auch kein unmenschliches Menschsein aufzwingen ließ, sondern umgekehrt die Realität nach ihrem Menschenbild menschlich gestalten wollte. Und weil sie Humor hatte, über die verrückte Welt, die sich bei ihr die Türklinke in die Hand gab, und nicht zuletzt über sich selbst, durchaus mit Sarkasmus gewürzt, lachen konnte: "Ich muss, sonst häng ich mich auf!"

Der Bock'sche Adhoc-Humanismus

Hängengelassen wurde Frau Bock immer wieder: Als Heimleiterin, als Flüchtlingshelferin. Von den öffentlichen Institutionen, von einzelnen Unterstützern und auch von ihren Schützlingen, die sie zwar "Mama" nannten, aber als schrullige, laut schimpfende, letztlich naive Alte übers Ohr hauen wollten. Doch Frau Bock war nicht naiv, Frau Bock war gut. Würde die Bibel heute geschrieben, Frau Bock bekäme ihr Gleichnis in einer Liga mit dem barmherzigen Samariter und dem Verlorenen-Sohn-Papa. Der Neuanfang, die nächste Chance, das Aufhelfen beim Aufrappeln war ihr Programm. Und geht es schief, dann halt noch einmal und immer wieder. Nicht sieben Mal, 77 Mal. Bei diesem weiten Horizont, der immer auf eine gute Zukunft für die Hilfesuchenden ausgerichtet war, ist bei Frau Bock mitunter die Zettel-und Belegewirtschaft aus dem Blick geraten. Zum Schaden für ihre Reputation, zum Leidwesen für ihre Unterstützer. Und auch mit dem Bock'schen Ad-hoc-Humanismus haben sich andere NGOs und Hilfsorganisationen nicht immer leicht getan. Doch bei allen Querelen blieb Frau Bock immer die geschätzte Frau Bock und "Bock auf Bock", egal in welcher Variante, die wertvolle Marke.

Mit der sie 2005 bis 2008 auch für die FUR-CHE geworben hat. Frau Bock saß da neben anderen honorigen FURCHE-Leser(inne)n aus Politik, Kunst und Wissenschaft, die Zeitung in der Hand, auf einer Parkbank. Bei den Fotoaufnahmen seufzte sie: "Ich bin so schiach!" Alle haben widersprochen, nicht nur aus Höflichkeit. Ein guter Mensch ist ein schöner Mensch. Und auf die Frage, warum sie sich ihr Leben antut, antwortete sie: "Weil ich einen Vogel hab!" Um aber gleich klarzustellen: "Das ist mein Leben. Wenn ich mich noch einmal entscheiden könnte, würde ich es wieder so machen." Gut zu wissen, denn keine Welt kann auf die Frau Bock verzichten.

Ich will ein normales Leben führen, und ich will, dass der neben mir auch ein normales Leben führen kann -und ich nicht dauernd, wenn ich ihn anschau, ein schlechtes Gewissen haben muss. (Ute Bock)

Zufälle gibt' s. Am Freitag voriger Woche liegt die FURCHE im Postkasten und fragt auf der Titelseite: "Gutmensch am Ende?" Und gleich darauf melden die Nachrichten, die Frau Bock ist gestorben. Die Frau Bock und die FURCHE. Die haben gut zusammengepasst. Beide aus einer anderen Zeit, aber gerade deswegen unersetzlich heute. Beide mehr Sein als Schein. Beide mit Gesinnung nicht als Mascherl, sondern als Auftrag. Oder wie Frau Bock in einem ihrer Interviews mit der FURCHE ihr Engagement für Flüchtlinge in gewohnt bodenständiger Weise begründete: "Ich will ein normales Leben führen, und ich will, dass der neben mir auch ein normales Leben führen kann -und ich nicht dauernd, wenn ich ihn anschau, ein schlechtes Gewissen haben muss. Man kann doch nicht erwarten, dass sich so einer zur Kirchentür hinsitzt und still verstirbt - das ist ja lächerlich!"

Das war auch die gelebte Antwort von Frau Bock auf den im Gefolge der Flüchtlingskrise hochstilisierten Widerspruch zwischen dem (pragmatisch-realistischen) Verantwortungsethiker und dem (idealistisch-weltfremden) Gesinnungsethiker. Der Philosoph Peter Strasser stellte dazu in seinem Beitrag zum vermeintlichen Gutmensch-Aus in der letztwöchigen FURCHE klar: "Indem jedoch neuerdings die gesinnungsethische Haltung denunziert wird, forciert man ein mitleidloses, ja grausames politisches Regime gegenüber den Ärmsten der Armen, nämlich jenen, die sich auf der Flucht vor den noch grausameren Zuständen in ihrer eigenen Heimat befinden."

Brennen für eine gute Sache

Mit dieser Diskussion zum alleinigen Zweck der Denunziation von gesinnungsethischem Handeln konnte Frau Bock nichts anfangen. Heiße Luft, nein danke! Wenn schon heiß, dann brennen für die gute Sache. Gesinnungs-gegen Verantwortungsethik? Für Frau Bock kein Entweder-oder. Frau Bock hat ihre Gesinnung aus und mit Verantwortung umgesetzt. Fokussiert auf in Not geratene Einzelne, aber nie blind für die gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge. Im Gegenteil: "Das, was jetzt geschieht, wenn man die Flüchtlinge auf die Straße treibt, das fällt uns allen auf den Kopf", hat sie schon 2003 in der FURCHE den Blick für das Ganze eingefordert, genauso wie sie den Grund für das wachsende Gegeneinander im Land nie ausblendete: "Es ist halt von allen Seiten her enger geworden. Die Supermarktverkäuferin, die nebenbei putzen gehen muss, damit sie die Miete bezahlen kann. Kein Mann, nur schreiende Kinder Das, was einmal Mittelstand war, wird immer weniger. Keine Vollzeitarbeit mehr, nur mehr Teilzeit und Betrogen-Werden von vorn bis hinten "

Die Unterscheidung von Gesinnungs-und Verantwortungsethik hat 1919 der Soziologe Max Weber in seinem Vortrag "Politik als Beruf" eingeführt. Dass Gesinnung und Verantwortung aber auch zusammengehören, das erste ohne das zweite abgehoben bleibt, das zweite ohne das erste technisch, kalt und unmenschlich wird, das hat die große Frau Bock jeden Tag mit ihrem Lebensentwurf "Menschsein als Beruf" bewiesen. Wobei sie Wert darauf legte, ihren "Job" nicht zu idealisieren: "Nein, ich hatte überhaupt keine, wie man so schön sagt, Berufung", antwortete sie auf in diese Richtung zielende Fragen: "Ich bin halt so erzogen worden: Wenn man was angeht, dann macht man es ganz oder gar nicht. Und ich habe mich für ganz entschieden und dabei bleib ich."

Gekommen um zu bleiben. Das Motto passt zur Frau Bock. Bevor die gebürtige Oberösterreicherin zur Institution in der österreichischen Flüchtlingsbetreuung wurde, war sie bereits als Erzieherin und Heimleiterin eine Instanz in Wien. Mit ein Grund, dass Frau Bock ihre Arbeit immer als etwas Zusammengehörendes betrachtete. Vor ihrer Pensionierung ihr Einsatz für österreichische Jugendliche, "unser Ausbund, die lieben Wiener Kinder, das war auch nicht immer einfach", danach für ausländische Hilfesuchende: "Ich habe immer Leute von den so genannten Randschichten gehabt. Unser Ziel war es, die von den Rändern reinzuholen. Wir haben mit ihnen einen Lehrplatz, eine Wohnung etc. gesucht. Wir haben sie angespornt, dass sie eine Ausbildung machen, dass sie nicht ihr Leben lang für die obere Gesellschaft Papierln klauben. Und heute, wenn ich meine Ehemaligen treffe, von denen alle gesagt haben: 'Aus denen wird nichts '- Schnecken, super stehen sie da. Es sind nur wenige, die abgeglitten sind. Ich habe diesen Weg immer für den richtigen gehalten. Und was machen wir jetzt: Wir drängen sie an die Ränder hinaus."

Angstgegnerin der Ängsteschürer

Das Rausdrängen funktioniert halt nicht, hat noch nie funktioniert. Die Welt ist keine Scheibe, die Welt ist rund, und was wir auf der einen Seite rausschieben, kommt auf der anderen Seite größer zurück. Frau Bock wusste das, deswegen geißelte sie das Rausund An-den-Rand-Drängen erstens als unanständig und zweitens als dumm. Sie war überzeugt davon, dass politische wie bürokratische Unmenschlichkeit nicht aus Unwissenheit resultieren: "Das ist bewusster schlechter Wille", sagte sie, "das sind doch alles gescheite Leute." Und das machte sie dann krawutisch, und sie stemmte sich mit all ihrer Kraft gegen das Rausdrängen. Warum? "Vielleicht weil ich realistisch bin. Ich sitz nicht an einem Schreibtisch und delegiere, sondern ich muss das den Betroffenen immer selber sagen. Ich habe selber mit jedem und jeder zu tun und ich bin nicht fernab jeder Wirklichkeit."

Diese starke Bodenhaftung verbunden mit einer sehr geradlinigen Wiener Ausdrucksweise -"45 Jahre habe ich nichts anderes gemacht als arme Kinder ankeppeln -da wird man perfekt" - war auch der Grund, warum "die Bock" von der FPÖ und ihren Vorhetzorganisationen gar so angefeindet wurde: Frau Bock war die Angstgegnerin der Ängsteschürer. Weil sie -Erfolgsrezept seit Luther -den Leuten nicht nach dem Mund geredet, aber aufs Maul geschaut hat. Weil sie nicht realitätsfremd war, sich aber von der Realität auch kein unmenschliches Menschsein aufzwingen ließ, sondern umgekehrt die Realität nach ihrem Menschenbild menschlich gestalten wollte. Und weil sie Humor hatte, über die verrückte Welt, die sich bei ihr die Türklinke in die Hand gab, und nicht zuletzt über sich selbst, durchaus mit Sarkasmus gewürzt, lachen konnte: "Ich muss, sonst häng ich mich auf!"

Der Bock'sche Adhoc-Humanismus

Hängengelassen wurde Frau Bock immer wieder: Als Heimleiterin, als Flüchtlingshelferin. Von den öffentlichen Institutionen, von einzelnen Unterstützern und auch von ihren Schützlingen, die sie zwar "Mama" nannten, aber als schrullige, laut schimpfende, letztlich naive Alte übers Ohr hauen wollten. Doch Frau Bock war nicht naiv, Frau Bock war gut. Würde die Bibel heute geschrieben, Frau Bock bekäme ihr Gleichnis in einer Liga mit dem barmherzigen Samariter und dem Verlorenen-Sohn-Papa. Der Neuanfang, die nächste Chance, das Aufhelfen beim Aufrappeln war ihr Programm. Und geht es schief, dann halt noch einmal und immer wieder. Nicht sieben Mal, 77 Mal. Bei diesem weiten Horizont, der immer auf eine gute Zukunft für die Hilfesuchenden ausgerichtet war, ist bei Frau Bock mitunter die Zettel-und Belegewirtschaft aus dem Blick geraten. Zum Schaden für ihre Reputation, zum Leidwesen für ihre Unterstützer. Und auch mit dem Bock'schen Ad-hoc-Humanismus haben sich andere NGOs und Hilfsorganisationen nicht immer leicht getan. Doch bei allen Querelen blieb Frau Bock immer die geschätzte Frau Bock und "Bock auf Bock", egal in welcher Variante, die wertvolle Marke.

Mit der sie 2005 bis 2008 auch für die FUR-CHE geworben hat. Frau Bock saß da neben anderen honorigen FURCHE-Leser(inne)n aus Politik, Kunst und Wissenschaft, die Zeitung in der Hand, auf einer Parkbank. Bei den Fotoaufnahmen seufzte sie: "Ich bin so schiach!" Alle haben widersprochen, nicht nur aus Höflichkeit. Ein guter Mensch ist ein schöner Mensch. Und auf die Frage, warum sie sich ihr Leben antut, antwortete sie: "Weil ich einen Vogel hab!" Um aber gleich klarzustellen: "Das ist mein Leben. Wenn ich mich noch einmal entscheiden könnte, würde ich es wieder so machen." Gut zu wissen, denn keine Welt kann auf die Frau Bock verzichten.