Rachael Nakwawi, Global Handwashing Day - © APA
International

Afrika im Würgegriff der Epidemien

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Über die bakterielle Augenerkrankung Trachoma - und wie der "Global Handwashing Day" davor schützen will.

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Über die bakterielle Augenerkrankung Trachoma - und wie der "Global Handwashing Day" davor schützen will.

In Westafrika breitet sich die Ebola-Epidemie immer weiter aus. Die WHO zeigt sich beunruhigt: Ohne Gegenmittel und bessere Vorsorge sei schon ab Dezember mit einem sprunghaften Anstieg der Erkrankungen zu rechnen. Im bedrohlichen Schatten, den Ebola über den Globus wirft, greift im Osten Afrikas weitgehend unbemerkt eine Epidemie um sich. In Turkana, einer Provinz im nördlichen Kenia, sind fast zwei Drittel der Bevölkerung in Gefahr, ihr Augenlicht zu verlieren. Sie leiden an Trachoma, einer bakteriellen Augenerkrankung, die ohne Behandlung zur Vernarbung der Bindehaut und somit zur Erblindung führt. Die Infektion wird vor allem von Babys und Kleinkindern übertragen; betroffen sind daher vor allem Frauen, insbesondere Mütter und Großmütter. Die Infektion kann durch regelmäßiges Waschen des Gesichts verhindert werden. Die Charity-Organisation Sightsavers, die sich den weltweiten Kampf gegen vermeidbare Blindheit auf die Fahnen geheftet hat, versucht nun, das Wissen über die Prävention zu verbreiten - so wie bei der 14-jährigen Schülerin Rachael Nakwawi, deren Foto anlässlich des "Global Handwashing Day" das vorbildliche Verhalten veranschaulichen soll. Die Sightsavers betonen, dass allein durch solch simple Hygiene die Erblindungen in der Region deutlich gesenkt werden könnten. Trachoma tritt vor allem in Entwicklungsländern auf. Weltweit sind über acht Millionen Menschen aufgrund der Krankheit völlig erblindet; weitere 85 Millionen benötigen eine Behandlung, um ein ähnliches Schicksal abwenden zu können.