Lenin in Minsk, Weißrussland - © Foto: Felix Adler

Belarus: Blendung und Information

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Das Regime hat einen Kahlschlag durch die bereits zuvor schwer bedrängte unabhängige Medienlandschaft vollzogen. Der Tod eines Journalisten in Kiew ist eine neue Eskalationsstufe.

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Das Regime hat einen Kahlschlag durch die bereits zuvor schwer bedrängte unabhängige Medienlandschaft vollzogen. Der Tod eines Journalisten in Kiew ist eine neue Eskalationsstufe.

Journalismus und Medien in Belarus, das war unter Lukaschenko immer ein schmerzhaftes Thema. Schikanen an allen Ecken vom Vertriebswesen oder beim Anmieten brauchbarer Räumlichkeiten gehörten zum Alltag. Razzien gab es ab und zu. Seit einem Jahr aber sind es Kerker, Entführung und Folter, die Journalisten blühen.

Von einer „beispiellosen Welle an Repressionen gegen Redaktionen und Journalisten“ spricht der unabhängige belarussische Journalistenverband BAJ gegenüber der FURCHE. Mittlerweile wurden praktisch alle unabhängigen Massenmedien geschlossen. Mehr als 500 Journalisten wurden seit Beginn der Proteste verhaftet, abgestraft oder inhaftiert – darunter sowohl belarussische wie ausländische Medienvertreter.

Aktuell befinden sich laut BAJ dutzende Journalisten in Untersuchungshaft. Der Grund: eine neuerliche Offensive gegen Medien und Journalisten im Juli mit mehr als 70 Hausdurchsuchungen. In puncto Schrecken täten sich nahezu täglich neue Horizonte auf, so BAJ. Aktuell sei es „fast unmöglich, als Journalist zu arbeiten.“ Es herrsche fast ein Verbot für diesen Beruf.

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