UFO - © Foto: Science Photo Library / picturedesk.com

UFOs: Starwars in Echtzeit

1945 1960 1980 2000 2020

Kurz vor der Veröffentlichung des UFO-Berichts des US-Verteidigungsministeriums und des FBI haben Spekulationen über eine neue Waffengattung begonnen, die ganz irdisch – aber dafür umso gefährlicher – sein könnte.

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Kurz vor der Veröffentlichung des UFO-Berichts des US-Verteidigungsministeriums und des FBI haben Spekulationen über eine neue Waffengattung begonnen, die ganz irdisch – aber dafür umso gefährlicher – sein könnte.

Es ist nicht leicht, sich im Reich der ziemlich reinen Spekulation über UFOs aufzuhalten und nicht über den Berg der Lächerlichkeit zu rutschen. Deshalb soll über die Frage, ob es Aliens gibt, die uns beobachten, weitergereicht werden an einen berufeneren Mund: Michio ­Kaku, einen der wohl bekanntesten US-Physiker – gleichzeitig auch Futurologe des Fortschritts. Kaku sagt, er glaube fest daran, dass Aliens existieren, und: Wir sind für außerirdische Zivilisationen uninteressant, intellektuell, als Nahrung, als Zivilisation. Deshalb gibt es keinen Kontakt, weder feindlich noch freundlich.

In diesem Sinn ist das, was sich gerade in den Vereinigten Staaten abspielt, keine Frage des Überlebens. Aber eine doch gravierende: Was ist das, was Piloten der ­Navy, der Airforce oder auch ganz normale Verkehrspiloten in den vergangenen Jahren, zurückreichend bis 2004 beobachteten? Objekte, die sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 12.000 Meilen pro Stunde bewegen, äußerst manövrierfähig sind und nicht nur fliegen, sondern auch tauchen können? Objekte, die offenbar von ­Radar unentdeckt bleiben können und den schnellsten Militärflugzeugen weit über­legen sind?

Es ist nicht leicht, sich im Reich der ziemlich reinen Spekulation über UFOs aufzuhalten und nicht über den Berg der Lächerlichkeit zu rutschen. Deshalb soll über die Frage, ob es Aliens gibt, die uns beobachten, weitergereicht werden an einen berufeneren Mund: Michio ­Kaku, einen der wohl bekanntesten US-Physiker – gleichzeitig auch Futurologe des Fortschritts. Kaku sagt, er glaube fest daran, dass Aliens existieren, und: Wir sind für außerirdische Zivilisationen uninteressant, intellektuell, als Nahrung, als Zivilisation. Deshalb gibt es keinen Kontakt, weder feindlich noch freundlich.

In diesem Sinn ist das, was sich gerade in den Vereinigten Staaten abspielt, keine Frage des Überlebens. Aber eine doch gravierende: Was ist das, was Piloten der ­Navy, der Airforce oder auch ganz normale Verkehrspiloten in den vergangenen Jahren, zurückreichend bis 2004 beobachteten? Objekte, die sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 12.000 Meilen pro Stunde bewegen, äußerst manövrierfähig sind und nicht nur fliegen, sondern auch tauchen können? Objekte, die offenbar von ­Radar unentdeckt bleiben können und den schnellsten Militärflugzeugen weit über­legen sind?

Angesichts der Videos erinnerte der Physiker Kaku nicht an Außer­irdische, sondern an Präsident Putins Plan für neue Überschalldrohnen, über fünf Mach schnell.

Einige Aufnahmen dieser Flugobjekte sind seit 2017 in Umlauf, und offensichtlich werden im Laufe des kommenden Monats noch einige mehr dazukommen, wenn die US-Regierung einen Bericht über die Sichtungen herausgibt, den das US-Verteidigungsministerium jahrelang unter Verschluss gehalten hat.

Gerade in den vergangenen Wochen haben sich zahlreiche Piloten persönlich zu Wort gemeldet, die einen solchen Kontakt erlebt hatten, und man muss im Plural bleiben, denn einer erklärte in einem Interview mit CBS, er habe beinahe täglich solche Phänomene am Himmel beobachtet.

Millionen Dollar investiert

Im Gegensatz zur bisher demons­trierten sehr reservierten Haltung gegenüber solchen Geschichten hat die US-Regierung nicht nur Millionen Dollar für die Sammlung und Erforschung von UFOs ausgegeben. Die Airforce hat die Kontakte mit unbekannten Flugobjekten sogar in ihr Piloten­manual aufgenommen.
Was also wird in diesem Bericht stehen? Vermutlich, dass es sehr viele solcher Sichtungen gab, die sich auch mit Beobachtungen einer UFO-Beobachtungsstelle der britischen Regierung decken. Aber niemand behauptet, dass diese Objekte tatsächlich Außerirdische sind. Vielmehr fürchten Sicherheitsexperten, dass eine feindliche Macht in einem Quantensprung ein weit überlegenes Waffensystem erstellt habe.

Als man eines der Videos nun dem ex­traterrestrisch offenen Physiker Michio Kaku vorspielte, kam der nicht auf unbekannte Zivilisationen zu sprechen. Er erinnerte vielmehr an eine Ansprache von Russlands Präsident Wladimir Putin, in der dieser verkündet hatte, Russland stehe kurz davor, eine neue Überschall­antriebsart für Drohnen einzusetzen. Diese würde zum Flugverhalten der Drohnen passen, das von den Piloten als ein schneller Zickzackflug beschrieben wird. In diesem Sinne wären diese superschnellen Drohnen natürlich ein großes Sicherheitsproblem für die USA.

Welche Voraussetzungen außerterrestrische Zivilisationen besitzen müssten, um solche Flugkörper herstellen zu können? Kaku spricht in diesem Zusammenhang von der Fähigkeit, Fusionsenergie zu nutzen und damit auf relativ kleinem Raum eine unendliche, kontrollierbare Energie zu konzentrieren. Er weist auch auf die Möglichkeit hin, dass schwarze Löcher und ihre Energiefelder durchquert werden können. Wenn man Einstein zu Ende denke, dann würde hinter dem nächsten schwarzen Loch ein neues Universum liegen und hinter diesem noch eines. Viele mögliche Universen also für sehr viele Zivilisationen und unendlich viele UFOs, die dann bei uns Aufsehen machen können.

Dieser Artikel erschien unter dem Titel: "Flug zu den Sternen" in FURCHE 21/2021

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