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„Beast“ – Mensch gegen Bestie

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Idris Elba spielt in „Beast“ einen Vater zweier Töchter, der in Afrika mit Löwen ums Überleben kämpfen muss.

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Idris Elba spielt in „Beast“ einen Vater zweier Töchter, der in Afrika mit Löwen ums Überleben kämpfen muss.

Wer im Kino intellektuell gefordert werden will, macht besser einen Bogen um „Beast“. Hat man hingegen etwas für die klassischen Tugenden mittelbudgetierter Actionfilme übrig, die angesichts riesiger Superhelden-Blockbuster immer mehr von den Leinwänden verschwinden, ist man hier richtig. Regisseur Baltasar Kormákur liefert mit „Beast“ einen geradlinig inszenierten Survival-Thriller ab, in dem der schwarze Superstar Idris Elba als Vater zweier Töchter (Leah Jeffries, Iyana Halley) in Afrika mit einem Löwen ums Überleben kämpfen muss. Der Film ist aufgrund seiner puristischen Anlage äußerst erfrischend und weckt in seinen besten Momenten Assoziationen zum Klassiker „Der Geist und die Dunkelheit“ (1996), der damals Michael Douglas und Val Kilmer gegen menschenhungrige Löwen antreten ließ. Wo „Beast“ über Genremittelmaß hinausgeht, ist das die exzellente Kamera (Baltasar Breki): In langen Plansequenzen wird die Umgebung erkundet, bevor sich die Weite der afrikanischen Savanne klaustrophobisch auf die Innenräume eines Autos oder einer verlassenen Schule zusammenzieht, in die sich die Figuren vor den Löwenattacken flüchten müssen. Spannend!

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