Der perfekte Chef - © Foto: Alamode

„Der perfekte Chef“: Ein Fest für Javier Bardem

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„Der perfekte Chef – El buen patrón“: Fernando León de Aranoas bitterböse Filmparabel lebt vor allem von der grandiosen Performance ihres Hauptdarstellers.

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„Der perfekte Chef – El buen patrón“: Fernando León de Aranoas bitterböse Filmparabel lebt vor allem von der grandiosen Performance ihres Hauptdarstellers.

Gleich 20 Goya-Nominierungen (der spanische Oscar) gab es, und letztendlich fünf Gewinne, darunter für den Besten Film, die Beste Regie und – natürlich für den Besten Hauptdarsteller. Fernando León de Aranoas bitterböse Filmparabel „Der perfekte Chef“ ist vor allem eines: ein Festspiel für Javier Bardem, den wohl bedeutendsten lebenden Charakterdarsteller des spanischen Films. Wer sehen will, was der Oscar-Preisträger (für die Rolle des Killers Chigurh im Coen-Thriller „No Country For Old Men“, 2007) an Nuanciertheit, Grandezza und bodenloser Bosheit in eine Figur zu legen imstande ist, der kann dies am „Perfekten Chef“ quasi prototypisch festmachen – und sich überdies an dieser Schauspielleistung ergötzen.

Dass das Publikum von Regisseur und Drehbuchautor León de Aranoa im Vorübergehen auch noch mit beißender Gesellschaftskritik wie der Entlarvung einer speziellen Conditio humana mitversorgt wird, ist jedenfalls als zusätzlicher Vorzug des Films zu verbuchen

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