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"Falling": Tausendsassa Viggo Mortensen

1945 1960 1980 2000 2020

Das Regiedebüt "Falling" von Viggo Mortensen ist ein Gesamtkunstwerk.

1945 1960 1980 2000 2020

Das Regiedebüt "Falling" von Viggo Mortensen ist ein Gesamtkunstwerk.

Auch das Regiedebüt „Falling“ des US-dänischen Schauspielers Viggo Mortensen kommt Lockdown-bedingt erst jetzt ins Kino. Ein subtil erzähltes wie gespieltes wie gefilmtes wie musiziertes Vater-Sohn-Drama, in dem Regisseur Mortensen auch die (Haupt-)Rolle des Sohns übernimmt: Willis (Lance Henriksen) war zeitlebens ein Ekel und akzeptiert auch als alter Mann den Lebensstil seines Sohnes John, der mit dem asiatischstämmigen Krankenpfleger Eric verheiratet ist, nicht. Schwulen- und Fremdenhass paaren sich mit der Ablehnung des Sohnes – und vice versa. Berührt und fasziniert darf Zuschauer(in) mitbangen, ob die beiden in trautem Hass verbundenen Männer doch so etwas wie ein Verhältnis zueinander schaffen. Eine Beziehung mit vielen Facetten, in der die Empathie hinter vielerlei Panzern versteckt scheint. Was für ein Einstand ins Regiefach! Und da er neben der Hauptrolle auch noch die Musik in „Falling“ verantwortet, darf man sich mit Fug und Recht an einem Mortensen’schen Gesamtkunstwerk erfreuen.

Ein Interview mit Viggo Mortensen und die Kritik zum Film finden Sie hier: Viggo Mortensen: "Filme machen heißt reagieren“.

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