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„Match Me If You Can“ – Gematcht und zugenäht

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Nina Hartmanns Dating-App-Komödie „Match Me If You Can“, ursprünglich ein Bühnenstück, gibt es nun auch als Film.

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Nina Hartmanns Dating-App-Komödie „Match Me If You Can“, ursprünglich ein Bühnenstück, gibt es nun auch als Film.

Den Fallstricken, ein erfolgreiches Theaterstück auf die Leinwand zu übertragen, stellt sich nun auch die Kabarettistin und Schauspielerin Nina Hartmann: 2015 hatte ihre Dating-App-Komödie „Match Me If You Can“ Premiere, in der sich Lisa und Martin in einem Lokal zum ersten Mal „in real life“ treffen, nachdem es online gefunkt hat. Natürlich nennen sie sich in der App ganz anders, selbstverständlich haben sie ganz andere Profilbilder und Angaben für sich benutzt. Deshalb erkennen sich die beiden auf Anhieb gar nicht – das erste von vielen Missverständnissen des Abends. Entlarvend breiten sich auch im Film die Erkenntnisse über eine Gesellschaft aus, die den Schein pflegt und weniger in sich horcht als auf die Meinung anderer. Die Bühne abschütteln, kann das ehemalige Zweipersonenstück, in dem Hartmann selbst am natürlichsten wirkt, allerdings nie. Am schwierigsten fällt es ihm dabei, seine Szenerie mit Leben zu füllen – vor allem mit einem, das kein Fremdschämen abnötigt.

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