Nope - © Universal

Perfektes Spannungskino – „Nope“

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Sind wir allein im Universum? Solche Fragen drängen sich in „Nope“ auf.

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Sind wir allein im Universum? Solche Fragen drängen sich in „Nope“ auf.

Jordan Peeles dritte Regiearbeit „Nope“ ist ein bildgewaltiges Sci-Fi-Epos mit sozialkritischem Anspruch, ein bisschen so, als hätte Spike Lee eine Folge „Akte X“ gedreht. Auf der kalifornischen Ranch eines schwarzen Geschwisterpaars (Daniel Kaluuya, Keke Palmer) werden Pferde für Filmproduktionen trainiert. Mysteriöse Vorfälle lassen den Blick gen Himmel richten: Sind wir allein im Universum?

Deutlich subtiler als in den Vorgängerfilmen nutzt Peele sein Genrekorsett (hier: den Alien-Entführungs-Thriller), um parabelhaft von Ausbeutung zu erzählen. Gesellschaftliche Hierarchien kommen in „Nope“ anhand unterrepräsentierter Schichten der Filmindustrie (Stuntmen, Tiere etc.) zu Bewusstsein, die alle in den Dienst der „perfekten Aufnahme“ gestellt werden. Wie der Film jedoch klarmacht, ist manches zu monströs, um die Kamera noch draufzuhalten.

Perfektes Spannungskino im IMAX-Format, eine Reflexion über die Ethik des Filmemachens, Kritik an der modernen Spektakelkultur – „Nope“ ist alles zugleich und schon jetzt einer der besten Filme des Jahres.

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