Kings Man Beginning - © Disney

„The Kingʼs Man – The Beginning“: His Majesty’s Most Honourable Spies

1945 1960 1980 2000 2020

Matthew Vaughn hat das Prequel zur Comic-Reihe „The Kingʼs Man“ gedreht.

1945 1960 1980 2000 2020

Matthew Vaughn hat das Prequel zur Comic-Reihe „The Kingʼs Man“ gedreht.

Bereits zweimal – 2014 und 2017 – durfte sich Matthew Vaughn an die Verfilmung der Comic-Reihe „The Kingʼs Man“ machen. Nun kommt das Prequel dazu, „The Kingʼs Man – The Beginning“, auch hierzulande ins Kino. Denn immer wieder – zuerst wegen eines Nachdrehs mit Gemma Arterton, dann ob der Corona-Lockdowns – wurde der Starttermin verschoben. Aber jetzt wissen wir endlich, warum Ralph Fiennes alias Orlando, Duke of Oxford, dazu kam, eine Spionage-NGO zu gründen: Es beginnt im Burenkrieg in Südafrika, wo Oxfords geliebtes Weib ihr Leben lassen muss, und geht weiter in den Ersten Weltkrieg, in den Sohn Conrad (Harris Dickinson) zieht, den zu beenden nur ein Eintritt der USA bewerkstelligen kann. Doch deren Präsident Wilson wird von der Spionin Mata Hari (dargestellt von Austro-Mimin Valerie Pachner) mit einem frühen Skandalvideo erpresst. Da muss schon ein Amateurspionen-Team aus Oxford seinem Faktotum Shola (Djimon Hounsou) und Conrads Nanny Polly (Gemma Arterton) heran, um Bösewichte wie den Männer und Frauen schändenden Rasputin (Rhys Ifans) oder einen Verräter in Seiner Majestät Reihen zur Strecke zu bringen.

Originell, dass man Tom Holland gleichzeitig King George V., den russischen Zaren und den deutschen Kaiser spielen lässt. Daneben kommen auch der Hellseher Hanussen (Daniel Brühl), Sarajewo-Attentäter Gavrilo Princip oder Lenin (August Diehl) vor. Man habe sich an „Inglourious Basterds“ orientiert, wird Regisseur Vaughn zitiert – Quentin Tarantinos Kult-Trash also in den Ersten Weltkrieg verlegt? Man erfährt in diesem „Kingʼs Man“-Vorläufer immerhin, wie blutig das Gemetzel zwischen 1914 und 1918 war. Aber ansonsten reicht Vaughn an Tarantinos Genialität nicht im mindesten heran.

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