Salonfähig - © Illustration: Rainer Messerklinger (unter Verwendung eines Fotos von APA/AFP/Joe Klamar)

Elias Hirschl: „Salonfähig“ - Suche, finde und werde dein Idol!

1945 1960 1980 2000 2020

Eine bitterböse moderne Farce auf ein politisches System, in dem Rhetorik zum Selbstzweck wird.

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Eine bitterböse moderne Farce auf ein politisches System, in dem Rhetorik zum Selbstzweck wird.

Salonfähig ist auch der Versuch zu zeigen, was vom politischen Menschen übrigbleibt, wenn man den Menschen herausschält und nichts als die rhetorische Struktur zurückbleibt“, meint der Wiener Autor Elias Hirschl in einem Gespräch mit seinem Verlag. In der Tat hat man es in diesem Roman mit aalglatten Facetten perfekter Inszenierung zu tun, der „Rhetorik als Werkzeug“ dient, aber auch mit Projektionsflächen angesichts einer ins Zentrum gerückten überdimensionalen Kultfigur. Dass dabei immer wieder deutliche Anspielungen auf die neue „Generation der Slim-Fit-Politiker“ und den „jüngsten Bundeskanzler“ aufblitzen, scheint trotz des fiktionalen Charakters dieser Prosa wohl nicht nur rein zufällig zu sein. In mancherlei Hinsicht haben aktuelle politische Ereignisse die literarische Fiktion geradezu eingeholt.

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