George Saunders - George Saunders, US-amerikanischer Schriftsteller - © Foto: IMAGO / TT

George Saunders' „Tag der Befreiung“: Kurzgeschichten, die es in sich haben

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Der US-amerikanische Schriftsteller George Saunders legt mit seinem Buch „Tag der Befreiung“ wieder einmal Kurzgeschichten vor, die es in sich haben. Es sind Geschichten, die die ganz „normalen“ barbarischen Abgründe des Menschen sichtbar machen.

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Der US-amerikanische Schriftsteller George Saunders legt mit seinem Buch „Tag der Befreiung“ wieder einmal Kurzgeschichten vor, die es in sich haben. Es sind Geschichten, die die ganz „normalen“ barbarischen Abgründe des Menschen sichtbar machen.

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Dass kürzere Erzählungen im deutschen Sprachraum immer im Schatten des Romans ihr Dasein fristen, ist schwer zu verstehen. Die angloamerikanische Literatur jedenfalls hat in diesem Genre Großartiges hervorgebracht. Zu den Meistern dieses Fachs gehört George Saunders, der für seinen Debütroman „Lincoln im Bardo“ 2017 den Man Booker ­Prize erhalten hat. Saunders erzählt darin den Zwischenzustand des „Bardo“, der es Toten ermöglicht, in Lebende zu schlüpfen.

Abraham Lincoln trauert mitten im Krieg um seinen elfjährigen Sohn und sucht in der Nacht nach dem Begräbnis im Februar 1862 die Gruft auf, um den Verstorbenen noch einmal aus dem Sarg zu holen. Der Roman setzt sich aus vielen Stimmen zusammen, einige aus dem Bürgerkrieg und auch jene des Vaters und des Sohnes, die miteinander verschmelzen.

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