Zwei Jahre nach dem Tod des 13. Dalai Lama, Thubten Gyatso, Ende 1933 begann die Suche nach dessen Wiedergeburt. Die Mönchsdelegation stößt in der Ortschaft Taktser in der östlichen Provinz Amdo auf Lhamo Thöndup, den Sohn einer Bauernfamilie. Im Februar 1940 wird das Kind unter dem Namen Tenzin Gyatso als Dalai Lama inthronisiert. Zehn Jahre später beginnt die chinesische kommunistische Invasion Tibets. 1959 flieht der Dalai Lama. Indien gewährt ihm Asyl.

Sorge macht dem Dalai Lama heute, dass die Chinesen einen Knaben im besetzten Tibet als seine Wiedergeburt bestimmen könnten, wie es nach dem Tod des Pantschen Lama, der zweithöchsten religiösen Autorität, geschehen ist. Er ist allerdings überzeugt, dass seine Landsleute das nicht akzeptieren würden. Ihnen versichert er: "Meine Reinkarnation wird logischerweise außerhalb, in einem freien Land stattfinden." Schließlich sei der Sinn der Wiedergeburt, so Tenzin Gyatso, "jene Aufgabe zu erfüllen, die das alte Leben begonnen hat". APA

Ein Thema. Viele Standpunkte. Im FURCHE-Navigator weiterlesen.

FURCHE-Navigator Vorschau