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Ein tausend Jahre alter Fluch

Vor tausend Jahren in der kanadischen Arktis: Ein fremder Schamane besucht einen Inuit-Stamm und bringt einen Fluch über diesen. 20 Jahre später kommt es zum Konflikt zwischen Oki und Atanarjuat um das Mädchen Atuat. Oki, der Sohn des Tyrannen Sauri, verliert den rituellen Faustkampf, der den Streit regeln soll.

Daraufhin beschließt er, Atanarjuat und dessen Bruder im Schlaf zu töten. Oki gelingt aber nur der halbe Plan, denn Atanarjuat kann mit knapper Not in die Eiswüste fliehen, wo er in letzter Minute von einer Inuit-Familie gerettet wird. Oki wähnt sich am Ziel seiner Wünsche und möchte Atuat heiraten, nur sein Vater Sauri glaubt nicht recht an den Tod Atanarjuats. Weil Sauri der letzte ist, der seinem Sohn im Wege steht, ermordet Oki den Vater. Da kehrt der erstarkte Atanarjuat zurück, um der Herrschaft des Bösen ein Ende zu bereiten.

Der Film "Atanarjuat - Die Legende vom schnellen Läufer" geht auf eine alte Inuit-Sage zurück. Regisseur Kunuk drehte an Originalschauplätzen und mit Inuit-Darstellern in deren Sprache, dem Inuktitut. Der Film wurde international mit Preisen überhäuft und besticht durch die Schönheit seiner Bilder und die narrative Dichte.

Atanarjuat - Die Legende vom schnellen Läufer

Spielfilm CDN 2001, Regie: Zacharias Kunuk. Mit: Natar Ungalaaq, Sylvia Ivalu, Peter-Henry Arnatsiaq

Montag, 25. April, 20.40, arte

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