Calderon - © Foto: Andreas Pohlmann

Vom Ringen um Macht – „Das Leben ein Traum“

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Das Burgtheater läutet seine neue Spielzeit mit Calderóns düsterem Drama aus dem 17. Jahrhundert ein, in der Regie von Direktor Martin Kušej.

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Das Burgtheater läutet seine neue Spielzeit mit Calderóns düsterem Drama aus dem 17. Jahrhundert ein, in der Regie von Direktor Martin Kušej.

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Nach der Corona- und der Sommer-Pause eröffnet Burgtheater-Direktor Martin Kušej die neue Spielzeit mit Calderóns „Das Leben ein Traum“ in eigener Regie. Im Verständnis des tiefgläubigen Jesuiten Pedro Calderón de la Barca (1600–1681) zeigt er die Welt als düsteres Theater Gottes, auf dem der Mensch um die Ewigkeit spielt. Und angesichts dieser Erkenntnis kann es nur die Entscheidung für eine friedliche Welt geben. Aber: Wie viel Spielraum hat der Einzelne wirklich? Hat Gott, hat das Schicksal, haben die Sterne die ­Wege ­bereits vorbestimmt?

Wie in Schillers „Don Karlos“, Goethes „Faust“ oder Kleists „Hermannsschlacht“ fokussiert Kušej die Handlung auf wenige Charaktere und spitzt den Konflikt zu. In „Das Leben ein Traum“ sind es der König Basilius (Norman Hacker) und sein von Geburt an von ihm weggesperrter Sohn Sigismund (Franz Pätzold), die um die Herrschaft und das Verständnis von Macht ringen. Zugleich zielt Calderóns Idee auf die Verknüpfung von Diesseits und Jenseits ab, auf ein Gottesverständnis, in dem dieser zwar dem Menschen den freien Willen und die freie Entscheidung gab, aber mit dem Auftrag, besonnen zu handeln.

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