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Dien Bien Phu

Als am 7. Mai 1954 - vor 35 Jahren - die Festung Dien Bien Phu im Norden Vietnams dem Ansturm der Viet-Minh erlag, war damit das Ende der französischen Kolonialherrschaft nach fast genau 150 Jahren eingeläutet. Seit 1803 hatte Frankreich seine Herrschaft allmählich über ganz Indochina ausgedehnt, hatte 1887 Laos, Kambodscha und Annam zur Kolonie zusammengefaßt.

Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner das Land, nach ihrer Niederlage kamen die Franzosen zurück, anerkannten 1946 Vietnam als unabhängigen Staat innerhalb der Französischen Union. Das genügte nicht mehr. Acht Jahre Dschungelkrieg endeten mit Dien Bien Phu.

Die Genfer Indochinakon-ferenz teilte Vietnam in Nord und Süd. 1956 sollte es wieder vereinigt werden, doch weigerte sich der demokratisch regierte Süden, sich dem kommunistischen Norden anzuschließen.

Ein latenter Partisanenkrieg des Vietkong im Süden veranlaßte die USA zum Eingreifen. Der nie erklärte Vietnamkrieg endete 1973 mit dem Abzug der amerikanischen Truppen und in der Folge der Besetzung des Südens durch die Kommunisten.

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