Federspiel

One Night Stand

1945 1960 1980 2000 2020
1945 1960 1980 2000 2020

Er blieb zum Frühstück. Was er essen wolle? Er fing mit der Ablehnung eines Eis an, obwohl sie das Huhn persönlich gekannt hatte. Sie hatte noch Schinken, Schokolade vom Geburtstag, Butter? Nein. Die Waschmaschine drehte im Schleudergang. Sie war schuld daran, dass Kunststofffasern abrieben und Mikroplastik ins Grundwasser kam. Man hätte gleich Kreditkarten frühstücken können. Die Natur war nicht mehr zu verdauen. Die Politik ebenso. Sie gewöhnte uns an Schreckensbilder vom grausamen Sterben. Europa trainierte das Ertrinkenlassen. 200 Millionen afrikanische Menschen drängten zu 300 Millionen Europäern. Männer und Frauen, oder nur Männer? Die Kolonisierten werden einmal die Kolonialisten sein! Aber wer bräuchte eine unabhängige alte Frau? Die Bevölkerungsexplosion sei schon ein Problem. Der demografische Wandel. Das Patriarchat werde Sterilisationscamps einrichten und wie in Indien Frauen umbringen. Dann wäre die Fertilität auf Gebärmaschinen für Kanonenfutter konzentriert. Zur Stärkung des Patriarchats, um ganz schnell den Planeten zu retten. Niedriglohn und hohe Kindersterblichkeit unterstrichen die Dynamik. Kein Liebesgeflüster.
Die Oliven lagen unter den Zitronen und der Schafkäse im aufgeschnittenen Plastik. Sind wir halt plastifiziert und dem Patriarchat ausgeliefert. Ist Bildung nicht ein Gegenmittel? Zeig mir eine Frau, gebildet und erfolgreich, die viele Kinder in die Welt setzt. Die künftige EU-Kommissionspräsidentin: sieben selbst geborene Kinder. Eine passende Quotenfrau für das Patriarchat. Wären wir alle so, wäre Europa überbevölkert. Sie ist ein Umweltthema. Magst du ein Müsli? Nein danke. Ich esse nie Müsli. Ich schon. Wieso willst du dann keines? Ich habe zu Hause ein Müsli. Wie kommst du denn nach Hause. Ich fahre mit dem Einrad. Hieronymus Bosch hat eine Hexe auf dem Einrad gezeichnet. Du magst mich, oder? Stimmt. Man sagt, so wie es anfängt, bleibt es. Eine eigenartige Dimension.

Die Autorin ist Schriftstellerin.

Er blieb zum Frühstück. Was er essen wolle? Er fing mit der Ablehnung eines Eis an, obwohl sie das Huhn persönlich gekannt hatte. Sie hatte noch Schinken, Schokolade vom Geburtstag, Butter? Nein. Die Waschmaschine drehte im Schleudergang. Sie war schuld daran, dass Kunststofffasern abrieben und Mikroplastik ins Grundwasser kam. Man hätte gleich Kreditkarten frühstücken können. Die Natur war nicht mehr zu verdauen. Die Politik ebenso. Sie gewöhnte uns an Schreckensbilder vom grausamen Sterben. Europa trainierte das Ertrinkenlassen. 200 Millionen afrikanische Menschen drängten zu 300 Millionen Europäern. Männer und Frauen, oder nur Männer? Die Kolonisierten werden einmal die Kolonialisten sein! Aber wer bräuchte eine unabhängige alte Frau? Die Bevölkerungsexplosion sei schon ein Problem. Der demografische Wandel. Das Patriarchat werde Sterilisationscamps einrichten und wie in Indien Frauen umbringen. Dann wäre die Fertilität auf Gebärmaschinen für Kanonenfutter konzentriert. Zur Stärkung des Patriarchats, um ganz schnell den Planeten zu retten. Niedriglohn und hohe Kindersterblichkeit unterstrichen die Dynamik. Kein Liebesgeflüster.
Die Oliven lagen unter den Zitronen und der Schafkäse im aufgeschnittenen Plastik. Sind wir halt plastifiziert und dem Patriarchat ausgeliefert. Ist Bildung nicht ein Gegenmittel? Zeig mir eine Frau, gebildet und erfolgreich, die viele Kinder in die Welt setzt. Die künftige EU-Kommissionspräsidentin: sieben selbst geborene Kinder. Eine passende Quotenfrau für das Patriarchat. Wären wir alle so, wäre Europa überbevölkert. Sie ist ein Umweltthema. Magst du ein Müsli? Nein danke. Ich esse nie Müsli. Ich schon. Wieso willst du dann keines? Ich habe zu Hause ein Müsli. Wie kommst du denn nach Hause. Ich fahre mit dem Einrad. Hieronymus Bosch hat eine Hexe auf dem Einrad gezeichnet. Du magst mich, oder? Stimmt. Man sagt, so wie es anfängt, bleibt es. Eine eigenartige Dimension.

Die Autorin ist Schriftstellerin.