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Corona: Neue Praktiken und Gewohnheiten üben

1945 1960 1980 2000 2020

Wie die Pandemie unser Leben verändert.

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Wie die Pandemie unser Leben verändert.

Es ist fast ironisch. Ein paar Tage bevor die Corona-Epidemie Österreich erreichte, traf sich eine Gruppe engagierter Forscher, Uni-Manager, Vertreter des Rektorats und der Verwaltung und entwickelte Ideen, wie die Uni Online-Medien verstärkt einsetzen kann, um klimafreundlicher und inklusiver zu arbeiten. Kurz darauf wurde als Reaktion auf die Verbreitung von Covid-19 die gesamte Lehre auf Distanzlehre umgestellt, viele Meetings werden derzeit online abgehalten und sogar manche Konferenz hat auf Online-Formate umgestellt. Eine Pandemie ist ebenso wenig wie ein Krieg eine geeignete Klimaschutzmaßnahme.

Die Gefahr für die Gesundheit und das Leben von Menschen, die zusätzlichen Arbeitslosen und das Loch im öffentlichen Budget hätten alle vermeiden wollen. Doch wenn wir schon mit einer disruptiven Veränderung in diesem Ausmaß konfrontiert sind, macht es Sinn, daraus zu lernen. Mitarbeiter in Unternehmen, Forschende und Lehrende üben oder intensivieren derzeit Praktiken unter Nutzung digitaler Medien. Manches ist mühsam, wie virtuelle Treffen bei schlechter Verbindung; eben nur für eine Krisensituation geeignet. Manches ist anders, aber in der Wirkung ähnlich oder sogar besser, wie Vorträge und Diskussionen ohne die Notwendigkeit anzureisen. Manches ist aufwendiger, wie das Aufzeichnen von Vorlesungen, könnte aber positive Wirkungen für die Zeit nach der Corona-Krise haben. Krisen erfordern Verhaltensänderungen. Geeignete Infrastruktur ist Voraussetzung und Treiber von verändertem Handeln. Das neue Handeln muss aber von ganzen Gruppen ausprobiert werden. Darin besteht eine Chance, etwas Nützliches in die Zeit nach der Corona-Pandemie mitzunehmen. Bis dahin: Bleiben Sie gesund und online vernetzt!

Die Autorin ist Professorin für Umweltökonomie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien.