Fall Lena Schilling: Ein Blick, der fehlt

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Die Causa Schilling zeigt einmal mehr: Der Diskurs ist von Hass und vernichtenden Urteilen geprägt – jenseits durchaus berechtigter Kritik. Ein Ausweg liegt im „Gespräch der Feinde“.

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Die Causa Schilling zeigt einmal mehr: Der Diskurs ist von Hass und vernichtenden Urteilen geprägt – jenseits durchaus berechtigter Kritik. Ein Ausweg liegt im „Gespräch der Feinde“.

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Gesellschaften suchen schon immer nach Heilanden, krönen sie und lassen sie wieder fallen. Die Abkehr von den traditionellen Medien und die Hinwendung zu den völlig freien, (a)sozialen Medien hat diesen Prozess noch beschleunigt.

Die jüngste Entzauberung erfährt Lena Schilling (23). Die Grünen machten sie zur EU-Spitzenkandidatin, plakatierten sie mit den Händen ein Herz formend. Weil sie nun mit teils schweren Vorwürfen konfrontiert ist, fällt der Partei die Personenzentriertheit der Kampagne auf den Kopf. Die Verteidigung „Reden wir doch über Inhalte statt Personen“ mutet heuchlerisch an: Wo sind die Inhalte auf den Plakaten? Die Bildsprache der Sujets lässt sich auch aus feministischer Sicht kritisieren – gerade für die Grünen eine zentrale Perspektive: Hätte man einen Mann mit Herz dargestellt? Klingt nach ziemlich altem Rollenbild für die junge Frau in der modernen Partei.

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