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Die Wahrheit gewinnt!

1945 1960 1980 2000 2020
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Wir geben taxfrei zu, das kroatische Wochenblatt Hrvatski Tjednik bislang nicht am Radar des Medienbeo­bachters gehabt zu haben. Aber wir vermuten, nicht falsch zu liegen, wenn wir das im dalmatinischen Zadar erscheinende Presse­erzeugnis etwa in einer Liga mit der österreichischen Rechtspostille Zur Zeit verorten. Vielleicht gibt es ja auch nicht nur Namensverwandschaft zum Wochenblick oder Berührungspunkte zu Alles Roger. Aber mangels kroatischer Sprachkenntnis: Nichts Genaueres wissen wir nicht.
Warum es Hravtski Tjednik in diese Kolumne geschafft hat, ist eine Aktion, die jeden um die Pressefreiheit Besorgten aufscheuchen müsste: Fünf Köpfe österreichischer und deutscher Journalist(inn)en, alle mit südslawischem Namen, prangten auf der Titelseite des Hrvatski Tjednik und wurden dort als „Feinde des kroatischen Volkes“ gebrandmarkt.
Die Kolleg(inn)en von Deutscher Welle, Frankfurter Rundschau, Ö1, Der Standard und Die Welt hatten in ihrem jeweiligen Medium über die kroatischen Totengedenkfeiern von Bleiburg/Pliberk berichtet, wo es immer wieder Probleme mit ultranationalistischen, auch die Ustascha verherrlichenden Gruppierungen gab. Die Medien und deren Berichterstatter, die vom kroatischen Blatt hier vorgeführt wurden, gehören in deutschsprachigen Landen zu den Qualitätsmedien und nicht zu kommunistischen Agitatoren, als die sie von Hrvatski Tjednik verunglimpft werden.
Klar ist, dass sich jede Berichterstattung auch der Kritik stellen muss. Aber Diffamierung, personalisierte zumal, hat mit Kritik nichts zu tun. Sondern ist ein Einschüchterungsversuch, gegen die man sich von Anfang an wehren muss. Der Untertitel des Hrvatski Tjednik lautet übrigens: Veritas vincit. Das ist bekanntlich nicht kroa­tisch. Aber man darf solche Sentenz diesen An-den-Pranger-Stellern füglich um die Ohren schmeißen.

Wir geben taxfrei zu, das kroatische Wochenblatt Hrvatski Tjednik bislang nicht am Radar des Medienbeo­bachters gehabt zu haben. Aber wir vermuten, nicht falsch zu liegen, wenn wir das im dalmatinischen Zadar erscheinende Presse­erzeugnis etwa in einer Liga mit der österreichischen Rechtspostille Zur Zeit verorten. Vielleicht gibt es ja auch nicht nur Namensverwandschaft zum Wochenblick oder Berührungspunkte zu Alles Roger. Aber mangels kroatischer Sprachkenntnis: Nichts Genaueres wissen wir nicht.
Warum es Hravtski Tjednik in diese Kolumne geschafft hat, ist eine Aktion, die jeden um die Pressefreiheit Besorgten aufscheuchen müsste: Fünf Köpfe österreichischer und deutscher Journalist(inn)en, alle mit südslawischem Namen, prangten auf der Titelseite des Hrvatski Tjednik und wurden dort als „Feinde des kroatischen Volkes“ gebrandmarkt.
Die Kolleg(inn)en von Deutscher Welle, Frankfurter Rundschau, Ö1, Der Standard und Die Welt hatten in ihrem jeweiligen Medium über die kroatischen Totengedenkfeiern von Bleiburg/Pliberk berichtet, wo es immer wieder Probleme mit ultranationalistischen, auch die Ustascha verherrlichenden Gruppierungen gab. Die Medien und deren Berichterstatter, die vom kroatischen Blatt hier vorgeführt wurden, gehören in deutschsprachigen Landen zu den Qualitätsmedien und nicht zu kommunistischen Agitatoren, als die sie von Hrvatski Tjednik verunglimpft werden.
Klar ist, dass sich jede Berichterstattung auch der Kritik stellen muss. Aber Diffamierung, personalisierte zumal, hat mit Kritik nichts zu tun. Sondern ist ein Einschüchterungsversuch, gegen die man sich von Anfang an wehren muss. Der Untertitel des Hrvatski Tjednik lautet übrigens: Veritas vincit. Das ist bekanntlich nicht kroa­tisch. Aber man darf solche Sentenz diesen An-den-Pranger-Stellern füglich um die Ohren schmeißen.