Unguided missiles

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Über das Trauerspiel der Medienpolitik.

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Über das Trauerspiel der Medienpolitik.

Medienpolitik hierzulande ist ein Synonym für „Trauerspiel“. Dabei sind funktionierende Qualitätsmedien, das heißt solche, die unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen auch überleben können, unabdingbar für die Gesellschaft. Auch die aktuelle Politik lässt aber nicht erkennen, dass irgendeinem Mächtigen bewusst ist, wie dringlich diese Aufgabe wäre. So kommt es, dass die Medien in den Bauchladen des „Ministeriums für sonst eh alles“, also ins Kanzleramtsressort der Susanne Raab gestopft wurden. Die „Aktivitäten“ – vom Killen der Wiener Zeitung bis zum immer noch zu überarbeitenden ORF-Gesetz – sprechen Bände.

Leider ist es um die Medienkompetenz der Grünen, personifiziert in deren Mediensprecherin Eva Blimlinger, um keinen Deut besser bestellt. Blimlingers Wortspenden – an der Einstellung der Wiener Zeitung findet auch sie nichts, den ORF will sie schon einmal aus dem Budget finanzieren lassen (zuvor hat das die damalige Strache-FPÖ in ihrer kurzlebigen Regierungsbeteiligung propagiert) usw. – sprechen für sich. Die Medienlandschaft gehört aber zum Ökosystem der Demokratie. Man kann sich da keinen Dilettantismus leisten, sonst bricht ebendiese zusammen. Unfassbar, dass Regierungsparteien dies nicht und nicht wahrhaben wollen,

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