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Geschenke online kaufen?

Meinung

Pro zu Geschenke online kaufen

1945 1960 1980 2000 2020
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In der besten aller Welten würde Weihnachts-Shopping für mich so aussehen: Gemeinsam mit Mann und Kind streife ich gemütlich durch die Geschäfte, stöbere nach originellen Mitbringseln für die Verwandtschaft und lasse mich in der Buchhandlung beraten, welche Art von Jugendliteratur meine pubertierenden Neffen zum Lesen anregen könnte. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert! Einkaufen in der Vorweihnachtszeit ist ungefähr so gemütlich wie im Stau stehen vor dem Tauerntunnel zu Ferienbeginn. Menschenmassen schieben sich durch die Fußgängerzonen, vor den Kassen bilden sich endlose Warteschlangen und die Verkäufer blicken einen entsetzt an, wenn man den Versuch unternimmt, eine Beratung einzufordern.

Auch bei der Auswahl heißt es: Friss oder stirb. Will man einen bestimmten Artikel in einer anderen Farbe oder Größe, erhält man als Auskunft: „Wir haben das nur so, wie es im Regal steht.“ Ein kurzer Blick ins Smartphone zeigt dann aber: Das gewünschte Produkt gäbe es sehr wohl so, wie man es gerne hätte. Aber eben nur online. Dass das Warenangebot im E-Commerce dem des stationären Einzelhandels überlegen ist, ist kein Geheimnis. Ein Mysterium ist dagegen, warum es die meisten Geschäfte vor Ort nicht schaffen, ihren größten Joker auszuspielen: Kundenbindung via persönlicher Interaktion. Dafür braucht es Serviceorientierung und die Aufmerksamkeit dafür, wie sich das Gegenüber zufriedenstellen lässt. Stattdessen wird einem aber das Gefühl gegeben, eine Nummer zu sein, die es möglichst schnell abzufertigen gilt. Für diese Erkenntnis muss ich mich jedoch nicht ins Getümmel stürzen, die kriege ich auch daheim vor dem Computer.

In der besten aller Welten würde Weihnachts-Shopping für mich so aussehen: Gemeinsam mit Mann und Kind streife ich gemütlich durch die Geschäfte, stöbere nach originellen Mitbringseln für die Verwandtschaft und lasse mich in der Buchhandlung beraten, welche Art von Jugendliteratur meine pubertierenden Neffen zum Lesen anregen könnte. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert! Einkaufen in der Vorweihnachtszeit ist ungefähr so gemütlich wie im Stau stehen vor dem Tauerntunnel zu Ferienbeginn. Menschenmassen schieben sich durch die Fußgängerzonen, vor den Kassen bilden sich endlose Warteschlangen und die Verkäufer blicken einen entsetzt an, wenn man den Versuch unternimmt, eine Beratung einzufordern.

Auch bei der Auswahl heißt es: Friss oder stirb. Will man einen bestimmten Artikel in einer anderen Farbe oder Größe, erhält man als Auskunft: „Wir haben das nur so, wie es im Regal steht.“ Ein kurzer Blick ins Smartphone zeigt dann aber: Das gewünschte Produkt gäbe es sehr wohl so, wie man es gerne hätte. Aber eben nur online. Dass das Warenangebot im E-Commerce dem des stationären Einzelhandels überlegen ist, ist kein Geheimnis. Ein Mysterium ist dagegen, warum es die meisten Geschäfte vor Ort nicht schaffen, ihren größten Joker auszuspielen: Kundenbindung via persönlicher Interaktion. Dafür braucht es Serviceorientierung und die Aufmerksamkeit dafür, wie sich das Gegenüber zufriedenstellen lässt. Stattdessen wird einem aber das Gefühl gegeben, eine Nummer zu sein, die es möglichst schnell abzufertigen gilt. Für diese Erkenntnis muss ich mich jedoch nicht ins Getümmel stürzen, die kriege ich auch daheim vor dem Computer.