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Spannungen

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Nach Hmonatiger Koalition ist Anfang vergangener Woche in Hessen die erste rot-grüne Regierung zerbrochen.

Damit ist vorerst ein Experiment gescheitert, das nach dem Willen des SPD-Parteivorsitzenden Willy Brandt und ihm geistig nahestehender .Enkel“ — wie Oskar Lafontaine — die SPD wiederum zurück zur Regierungs-

Verantwortung führen sollte.

Eine Mehrheit „diesseits“ der Union ist das strategische Ziel der SPD, worin sie noch am ehesten mit den Grünen eins ist.

Der Bruch der rot-grünen Koalition in Hessen ist daher mehr als ein Betriebsunfall.

Er wird die Spannungen innerhalb der SPD verstärken, weil nun jene Kräfte wieder Auftrieb bekommen, die gegen ein rot-grünes Bündnis sind.

Für die CDU ist dieser Bruch willkommen, überdeckt er doch ein wenig die Wahlschlappe und steigert die Aussichten, unter Walter Wallmann sowie mit der FDP auch in Hessen eine „Wende“ herbeizuführen.

Die Chancen am 5. April, bei den vorgezogenen Wahlen, stehen dafür gut. Ein Verlust Hessens würde die SPD in eine noch tiefere Kri-

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