Fußball - © Foto: APA / Eva Manhart

Fußball-EM: Herr Eigentor geht um

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Wie man erfolgreich mit Selbstbeschädigung umgeht, kann man sich von Österreichs Nationalelf abschauen - auch in der Politik.

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Wie man erfolgreich mit Selbstbeschädigung umgeht, kann man sich von Österreichs Nationalelf abschauen - auch in der Politik.

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War es früher die Angst des Tormanns beim Elfmeter, ist es im heutigen Turbo-Fußball die Angst der Spieler vor dem Eigentor, die immer mitspielt. Ein falscher „Move“ – so schnell kann man gar nicht schauen, und die Kugel zappelt im eigenen Netz. Tatsächlich ist der „Herr Eigentor“ (TV-Kommentator Helge Payer) bei der EM 2024 bereits weit vorne auf dem Weg zum Torschützenkönig.

Aber nicht nur im Fußball neigt man derzeit zur Selbstbeschädigung. Emmanuel Macron ist zwar Präsident einer ehrwürdigen Fußballgroßmacht, hat seinen eigenen Spielwitz aber arg überschätzt. Mit den Neuwahlen in Frankreich hat er einen Schuss abgepfeffert, der gefährlich nach hinten losgegangen ist. Damit nicht genug: In den USA ist es Präsident Joe Biden, der im TV-Match mit Trump für eine sensationelle Eigentor-Quote gesorgt hat. Wer holt so einen Spieler vom Feld? Wie man mit Eigentoren zurechtkommt, kann man sich von Österreichs Nationalelf abschauen. Die hat sich von diesem Missgeschick im Auftakt gegen Frankreich nicht davon abbringen lassen, mit Herz und (Rangnicks) Hirn zum Gruppensieg zu kommen. Und auch wenn das EM-Abenteuer nach dem Achtelfinale nun viel zu früh beendet ist: So leidenschaftlich unterzugehen, ist immer noch ein Gewinn.

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