King Charles: Die Karli-Show

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Eine Lanze für Prince, nunmehr King Charles: Er hat immer durch ehrliche Leidenschaft geglänzt.

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Eine Lanze für Prince, nunmehr King Charles: Er hat immer durch ehrliche Leidenschaft geglänzt.

Es sind schwierige Tage. Zudem muss er Spott und Häme über sich ergehen lassen: der Mann, der wie ein verblichenes Pop-Idol „früher als ‚Prince‘ bekannt war“. Noch wird er als „faulster Arbeitsloser“ verunglimpft. Sein Leben lang habe er in Pension verbracht – und in einem Alter, in dem andere längst der Pension frönen, müsse er nun einen Fulltime-Job antreten.

Was für eine Gemeinheit! Von wegen arbeitslos: Bereits in jungen Jahren hat er ein Drehbuch geschrieben, das einem hinterfotzigen Regisseur nicht besser eingefallen wäre. Im Kampf um Aufmerksamkeit war er stets vorn dabei. Und er glänzte durch ehrliche Leidenschaft. Aussagen wie „Wir müssen uns gegen den Klimawandel wehren, als ob wir einen Krieg führten“ müsste man Putin und Co ins Stammbuch schreiben. Für die Liebe stellt König Karl sogar die Noblesse hintan – selbst wenn er dabei mal unter die Gürtellinie rutscht. Auch der Schalk sitzt ihm im Nacken. Hoffentlich ist er nicht gefährdet, dem britischen Monty-­Python-Humor zu verfallen und im Übermut das eigene Königshaus abzuschaffen (oder zumindest die Erbschaftssteuer für Royals einzuführen). Gott bewahre!

Was ­immer King Charles jetzt liefern wird: Es wird eine tolle Karli-Show!

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