Mars-Visionen: Krisensicher essen

Der chinesische Mars-Rover „Zhurong“ hat Signale zur Erde geschickt: Nach der erfolgreichen Landung am Roten Planeten sprechen Chinas Medien vom Beginn eines „neuen Kapitels“ in der Weltraumforschung. Das Klima, die Landschaft und die Geologie sollen dort erkundet werden. Aber ist das alles?

Die USA ist ja bereits seit Februar mit dem NASA-Rover „Perseverance“ vor Ort. Kritische Beobachter wittern eine geheime Agenda hinter diesen Missionen. Und das könnte durchaus mit der lang ersehnten Öffnung der Gastronomie nach dem Lockdown zusammenhängen. Beide Großmächte haben künftige Mars-Zivilisationen im Sinn; fernab von Pandemien und irdischem Ungemach. Auf krisensicherem Terrain zeichnet sich schon heute ein kulinarischer Kulturkampf ab: Wird am Mars eine allumfassende Cola- und Burger-Zone errichtet, oder soll der Duft von Peking-Enten und Frühlingsrollen die Siedler erfreuen? „Zhurong“ und „Perseverance“ werden wohl auch Plätze für Panorama-Restaurants ausspähen, mit Blick auf die alte Heimat. Dort schwant den Europäern nichts Gutes. Sie sind wieder einmal zu spät dran. Das Weltkulturerbe der französischen Küche scheint leider das Nachsehen zu haben.

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