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Covid-Exit-Strategie: Macht das Sinn?

DISKURS

Covid-Exit-Strategie: Macht das Sinn? Contra

1945 1960 1980 2000 2020

Jede Woche diskutieren in unserer Rubrik "Pro und Contra" zwei Redakteure über ein Thema. Diese Woche geht es um die Frage: Macht eine Covid-Exit-Strategie Sinn?

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Jede Woche diskutieren in unserer Rubrik "Pro und Contra" zwei Redakteure über ein Thema. Diese Woche geht es um die Frage: Macht eine Covid-Exit-Strategie Sinn?

Politik ist nicht nur die Kunst des Machbaren, sondern nur allzu oft eine Demonstration des nicht Herstellbaren. So erleben viele Bürger jedenfalls die Aktionen entscheidender Politiker in der Pandemie. Es geht dabei im Kern immer um eine Frage, deren Antwort derzeit niemand wissen kann: „Wann wird das alles aufhören?“ Vor Monaten haben die Appelle und Rufe begonnen, man solle jetzt noch kurz durchhalten, bis zum Tag X alles besser werde, so man sich denn „zusammengerissen“ habe. Die Regierung versuchte Lockdown-Unterbrechungen und Erleichterungen, die sich sofort als Bumerang erwiesen haben. Und nun steht wieder die Forderung im Raum: „Gebt uns eine Perspektive!“ Sogar Angela Merkel arbeitet an einem „Etappenplan“. Aber: Was macht man mit dem schönsten Plan, wenn die Umstände sich ändern, etwa durch neue Mutationen? Dann gehen Pläne und Glaubwürdigkeit flöten, wieder einmal. Politiker, die sich nicht blamieren möchten, sollten daher bei der Wahrheit bleiben und den Bürgern nicht die nächste Illusion andrehen, die sie dann Tage später wieder zurücknehmen müssen. Die Wahrheit ist: Wir haben keine Ahnung, wie es weitergeht. Was wir aber wissen, ist, wie wir Tag für Tag und Stunde für Stunde kämpfen müssen, jeder auch für und mit sich, die Maßnahmen einzuhalten. Und jeder Tag, an dem das jedem Einzelnen von uns gelingt, ist ein guter und erfolgreicher Tag. Gewonnen ist der Kampf, wenn das Virus unter Kontrolle ist. Dieser Tag wird kommen. Aber er ist noch nicht da. Und bis er da ist, heißt die einzige Strategie: Testen, Abstand, Maskentragen

Politik ist nicht nur die Kunst des Machbaren, sondern nur allzu oft eine Demonstration des nicht Herstellbaren. So erleben viele Bürger jedenfalls die Aktionen entscheidender Politiker in der Pandemie. Es geht dabei im Kern immer um eine Frage, deren Antwort derzeit niemand wissen kann: „Wann wird das alles aufhören?“ Vor Monaten haben die Appelle und Rufe begonnen, man solle jetzt noch kurz durchhalten, bis zum Tag X alles besser werde, so man sich denn „zusammengerissen“ habe. Die Regierung versuchte Lockdown-Unterbrechungen und Erleichterungen, die sich sofort als Bumerang erwiesen haben. Und nun steht wieder die Forderung im Raum: „Gebt uns eine Perspektive!“ Sogar Angela Merkel arbeitet an einem „Etappenplan“. Aber: Was macht man mit dem schönsten Plan, wenn die Umstände sich ändern, etwa durch neue Mutationen? Dann gehen Pläne und Glaubwürdigkeit flöten, wieder einmal. Politiker, die sich nicht blamieren möchten, sollten daher bei der Wahrheit bleiben und den Bürgern nicht die nächste Illusion andrehen, die sie dann Tage später wieder zurücknehmen müssen. Die Wahrheit ist: Wir haben keine Ahnung, wie es weitergeht. Was wir aber wissen, ist, wie wir Tag für Tag und Stunde für Stunde kämpfen müssen, jeder auch für und mit sich, die Maßnahmen einzuhalten. Und jeder Tag, an dem das jedem Einzelnen von uns gelingt, ist ein guter und erfolgreicher Tag. Gewonnen ist der Kampf, wenn das Virus unter Kontrolle ist. Dieser Tag wird kommen. Aber er ist noch nicht da. Und bis er da ist, heißt die einzige Strategie: Testen, Abstand, Maskentragen

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