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Covid-Exit-Strategie: Macht das Sinn?

DISKURS

Covid-Exit-Strategie: Macht das Sinn? Pro

1945 1960 1980 2000 2020

Jede Woche diskutieren in unserer Rubrik "Pro und Contra" zwei Redakteure über ein Thema. Diese Woche geht es um die Frage: Macht eine Covid-Exit-Strategie Sinn?

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Jede Woche diskutieren in unserer Rubrik "Pro und Contra" zwei Redakteure über ein Thema. Diese Woche geht es um die Frage: Macht eine Covid-Exit-Strategie Sinn?

Das Hinausreden auf unbekannte Variablen (Mutanten, zu wenige Impfdosen, logistische Schwierigkeiten) ist eine Farce. In Wahrheit handelt es sich um keine unbekannten Variablen. Man hätte den Virolog(inn)en nur genau zuhören müssen. „Wir können uns darauf verlassen, dass das Virus mutiert“, sagte Christian Drosten bereits im Frühjahr 2020. Wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, ist keine Option mehr. Wer das Infektionsgeschehen in Großbritannien oder Dänemark beobachtet, weiß, wie die Lage in wenigen Wochen in Österreich aussehen wird. Die schlechte Nachricht: Die Mutanten werden sich durchsetzen. Die gute Nachricht: Die Impfung wirkt auch gegen sie. Impfen im Rekordtempo (Auch Sputnik ist eine Option!) nach israelischem Vorbild müsste jetzt das Gebot der Stunde sein. Mittelfristig auch die Kinder. Noch sind jene, die nach einer Infektion am Kawasaki-Syndrom erkrankt sind, Einzelfälle. Das kann sich aber ändern, sobald Sars-CoV-2 vor allem die Kleinsten befällt. Weiter gilt: Nach der Impfung ist vor der Impfung. Ähnlich wie bei der Influenza muss auch die Vakzine gegen Covid-19 regelmäßig aufgefrischt werden. Die Logistik dafür (Lieferketten, Personal, Budget) sollte besser heute als morgen auf die Beine gestellt werden. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Zoonosen. Stichwort menschliche Eingriffe in die Biosphäre. Dafür gilt es sich zu rüsten. Es braucht endlich ausreichend Produktionsstätten von Schutzausrüstung in Europa, mit Luftschutzfilter ausgestattete Schulen und eine obligatorische Sonderausbildung „Intensivpflege“ für den Großteil der Pflegekräfte.

Das Hinausreden auf unbekannte Variablen (Mutanten, zu wenige Impfdosen, logistische Schwierigkeiten) ist eine Farce. In Wahrheit handelt es sich um keine unbekannten Variablen. Man hätte den Virolog(inn)en nur genau zuhören müssen. „Wir können uns darauf verlassen, dass das Virus mutiert“, sagte Christian Drosten bereits im Frühjahr 2020. Wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, ist keine Option mehr. Wer das Infektionsgeschehen in Großbritannien oder Dänemark beobachtet, weiß, wie die Lage in wenigen Wochen in Österreich aussehen wird. Die schlechte Nachricht: Die Mutanten werden sich durchsetzen. Die gute Nachricht: Die Impfung wirkt auch gegen sie. Impfen im Rekordtempo (Auch Sputnik ist eine Option!) nach israelischem Vorbild müsste jetzt das Gebot der Stunde sein. Mittelfristig auch die Kinder. Noch sind jene, die nach einer Infektion am Kawasaki-Syndrom erkrankt sind, Einzelfälle. Das kann sich aber ändern, sobald Sars-CoV-2 vor allem die Kleinsten befällt. Weiter gilt: Nach der Impfung ist vor der Impfung. Ähnlich wie bei der Influenza muss auch die Vakzine gegen Covid-19 regelmäßig aufgefrischt werden. Die Logistik dafür (Lieferketten, Personal, Budget) sollte besser heute als morgen auf die Beine gestellt werden. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Zoonosen. Stichwort menschliche Eingriffe in die Biosphäre. Dafür gilt es sich zu rüsten. Es braucht endlich ausreichend Produktionsstätten von Schutzausrüstung in Europa, mit Luftschutzfilter ausgestattete Schulen und eine obligatorische Sonderausbildung „Intensivpflege“ für den Großteil der Pflegekräfte.

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