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Politik

Immer "Klipp &Klar"

1945 1960 1980 2000 2020
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Ende 2014 hat er sich als Kolumnist zurückgezogen. In den Jahren davor hatte er mehrfach gemeint, wir sollten es ihm sagen, wenn wir fänden, es sei genug. Freilich vergebens - wir hätten ihn nicht gehen lassen, so hat er selbst den Schritt gesetzt: er wolle aufhören, so lange es ihm noch gut gehe, er sei altersbedingt dabei, Verpflichtungen sukzessive zurückzufahren etc. Dreißig Jahre lang hatte er -regelmäßig, in unterschiedlichen Abständen und unter verschiedenen Rubrikentiteln -Kolumnen für diese Zeitung verfasst, die er davor, von 1978 bis 1984, als Chefredakteur bleibend prägte. "Die FURCHE hat einen Chefredakteur verloren -und den Kolumnisten Hubert Feichtlbauer gewonnen", schrieb sein Nachfolger Hannes Schopf damals (Nr. 27/84).

So war es -zum Glück für die FURCHE - kein wirklicher Abschied, und so blieb Hubert Feichtlbauer auch in der Außenwahrnehmung auf Dauer mit unserer Zeitung verbunden; ähnlich den Langzeit-Chefredakteuren seiner Generation, wie etwa Fritz Csoklich (Kleine Zeitung) oder Thomas Chorherr (Presse).

"Die FURCHE soll dem Gespräch in der und über die Kirche, aber auch über Geistesströmungen in anderen weltanschaulichen Gruppierungen dienen -aber niemals unter schamhafter Verbrämung oder gar Preisgabe des eigenen Standorts", schrieb Feichtlbauer zu seinem Antritt als Chefredakteur (Nr. 33/78). Was er damals formulierte -und natürlich auch auf die Politik bezogen wissen wollte -blieb leitend für seine Blattführung und seine Kommentare.

"Klipp & Klar" (so lautete eine Zeit lang der Titel seiner Kolumne) in Stil und Gedankenführung brachte er seine Meinung stets auf den Punkt. Immer dabei eine leise (auch Selbst-)Ironie, welche das Zeichen wahrer Größe ist. Das humorvolle Blitzen in den Augen hat er sich bis in die letzte Zeit, als es ihm schon sehr schlecht ging, bewahrt. So wird er nun wohl auch seinem Gott gegenübertreten.

Ende 2014 hat er sich als Kolumnist zurückgezogen. In den Jahren davor hatte er mehrfach gemeint, wir sollten es ihm sagen, wenn wir fänden, es sei genug. Freilich vergebens - wir hätten ihn nicht gehen lassen, so hat er selbst den Schritt gesetzt: er wolle aufhören, so lange es ihm noch gut gehe, er sei altersbedingt dabei, Verpflichtungen sukzessive zurückzufahren etc. Dreißig Jahre lang hatte er -regelmäßig, in unterschiedlichen Abständen und unter verschiedenen Rubrikentiteln -Kolumnen für diese Zeitung verfasst, die er davor, von 1978 bis 1984, als Chefredakteur bleibend prägte. "Die FURCHE hat einen Chefredakteur verloren -und den Kolumnisten Hubert Feichtlbauer gewonnen", schrieb sein Nachfolger Hannes Schopf damals (Nr. 27/84).

So war es -zum Glück für die FURCHE - kein wirklicher Abschied, und so blieb Hubert Feichtlbauer auch in der Außenwahrnehmung auf Dauer mit unserer Zeitung verbunden; ähnlich den Langzeit-Chefredakteuren seiner Generation, wie etwa Fritz Csoklich (Kleine Zeitung) oder Thomas Chorherr (Presse).

"Die FURCHE soll dem Gespräch in der und über die Kirche, aber auch über Geistesströmungen in anderen weltanschaulichen Gruppierungen dienen -aber niemals unter schamhafter Verbrämung oder gar Preisgabe des eigenen Standorts", schrieb Feichtlbauer zu seinem Antritt als Chefredakteur (Nr. 33/78). Was er damals formulierte -und natürlich auch auf die Politik bezogen wissen wollte -blieb leitend für seine Blattführung und seine Kommentare.

"Klipp & Klar" (so lautete eine Zeit lang der Titel seiner Kolumne) in Stil und Gedankenführung brachte er seine Meinung stets auf den Punkt. Immer dabei eine leise (auch Selbst-)Ironie, welche das Zeichen wahrer Größe ist. Das humorvolle Blitzen in den Augen hat er sich bis in die letzte Zeit, als es ihm schon sehr schlecht ging, bewahrt. So wird er nun wohl auch seinem Gott gegenübertreten.