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Politik

nach dem Pilzgericht

1945 1960 1980 2000 2020
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Bei den Grünen läuft im Moment nicht viel nach Plan. Eine Jugendrevolte von der eigentlichen Sprengkraft einer Knallerbse treibt Eva Glawischnig in die Politpension. Ein versuchter Hochhausputsch der Wiener Parteibasis verfehlt Maria Vassilakou nur knapp. Und dann wird Peter Pilz von den Bundesdelegierten nicht genügend gewürdigt. Ja, was soll da noch werden? Die Partei wird in die Selbstauflösung geschrieben und alles, was auf so einen medialen Beissreflex noch folgen kann, ist eine Wahlniederlage, die sich gewaschen hat, womöglich mit 7 Prozent. Die andere Möglichkeit wäre, die Grünen einmal ihren Wahlkampf beginnen zu lassen und Peter Pilz dorthin ziehen zu lassen, wohin es ihn treibt. Alle Angebote, dennoch für die Grünen zu kandidieren, hat er ja ausgeschlagen. Und wenn man in dieser Hinsicht die grüne Kirche im Dorf lässt, dann muss man doch eingestehen, dass die Grünen für Peter Pilz keinen höheren Wert haben.

Anders ist seine Weigerung ja nicht zu deuten. Wäre ihm die Bewegung wichtig gewesen, hätte er wohl auch einen anderen Listenplatz akzeptiert. Da dem aber nicht so ist, war die Entscheidung des Bundeskongresses eigentlich richtig. Denn auch auf dem erwünschten vierten Listenplatz hätte Pilz ja dennoch kein anderes Verhältnis zu seiner Partei gehabt als das eines Solitärs.

Deshalb ist sein Abgang auch nur nach Außen hin ein großer Verlust, nach innen aber möglicherweise sogar ein Gewinn. Es wird sich doch wohl die eine oder der andere finden, der sich gerne im Graubereich zwischen Politik und Wirtschaft umtut. Wer sollte denn da etwas dagegen haben? Vielleicht wäre das sogar eine sinnvolle Beschäftigung von Julian Schmid, der bisher nur durch Fassadenarbeit glänzte, bei inhaltlichen Dingen hingegen zumindest halbnackt erschien.

Peter Pilz selbst wird der Politik vermutlich erhalten bleiben, etwas anderes ist bei einem solchen Charakter kaum vorstellbar. Eine eigene Liste würde den Grünen weitere Wählerstimmen wegnehmen. Aber auch das ist kein Grund zur Verzweiflung: Konkurrenz belebt das Geschäft, und gerade die Grünen könnten ein wenig politischen Pfeffer gut vertragen.

Bei den Grünen läuft im Moment nicht viel nach Plan. Eine Jugendrevolte von der eigentlichen Sprengkraft einer Knallerbse treibt Eva Glawischnig in die Politpension. Ein versuchter Hochhausputsch der Wiener Parteibasis verfehlt Maria Vassilakou nur knapp. Und dann wird Peter Pilz von den Bundesdelegierten nicht genügend gewürdigt. Ja, was soll da noch werden? Die Partei wird in die Selbstauflösung geschrieben und alles, was auf so einen medialen Beissreflex noch folgen kann, ist eine Wahlniederlage, die sich gewaschen hat, womöglich mit 7 Prozent. Die andere Möglichkeit wäre, die Grünen einmal ihren Wahlkampf beginnen zu lassen und Peter Pilz dorthin ziehen zu lassen, wohin es ihn treibt. Alle Angebote, dennoch für die Grünen zu kandidieren, hat er ja ausgeschlagen. Und wenn man in dieser Hinsicht die grüne Kirche im Dorf lässt, dann muss man doch eingestehen, dass die Grünen für Peter Pilz keinen höheren Wert haben.

Anders ist seine Weigerung ja nicht zu deuten. Wäre ihm die Bewegung wichtig gewesen, hätte er wohl auch einen anderen Listenplatz akzeptiert. Da dem aber nicht so ist, war die Entscheidung des Bundeskongresses eigentlich richtig. Denn auch auf dem erwünschten vierten Listenplatz hätte Pilz ja dennoch kein anderes Verhältnis zu seiner Partei gehabt als das eines Solitärs.

Deshalb ist sein Abgang auch nur nach Außen hin ein großer Verlust, nach innen aber möglicherweise sogar ein Gewinn. Es wird sich doch wohl die eine oder der andere finden, der sich gerne im Graubereich zwischen Politik und Wirtschaft umtut. Wer sollte denn da etwas dagegen haben? Vielleicht wäre das sogar eine sinnvolle Beschäftigung von Julian Schmid, der bisher nur durch Fassadenarbeit glänzte, bei inhaltlichen Dingen hingegen zumindest halbnackt erschien.

Peter Pilz selbst wird der Politik vermutlich erhalten bleiben, etwas anderes ist bei einem solchen Charakter kaum vorstellbar. Eine eigene Liste würde den Grünen weitere Wählerstimmen wegnehmen. Aber auch das ist kein Grund zur Verzweiflung: Konkurrenz belebt das Geschäft, und gerade die Grünen könnten ein wenig politischen Pfeffer gut vertragen.